Türkei :
Hürriyet steht vor dem Verkauf

"Hürriyet" bedeutet auf Türkisch so viel wie "Freiheit". Jetzt könnte das Blatt in regierungsnahe Hände fallen.

Text: W&V Redaktion

Hürriyet könnte ein Verkauf drohen.
Hürriyet könnte ein Verkauf drohen.

Der türkische Mischkonzern Dogan erwägt laut eines Berichts der Wirtschaftswoche den Verkauf seiner Mediensparte, darunter die türkischsprachige Tageszeitung Hürriyet und der Nachrichtensender CNN Türk. Käufer soll die eher regierungsnahe Demirören-Gruppe sein. Mit dem Deal, so befürchten Beobachter, könnte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan seine Präsenz in den Medien noch weiter verstärken. Seit 2016 werfen Bürgerrechtler und westliche Nato-Partner der Türkei wiederholt mangelnde Pressefreiheit und Einschränkung der Menschenrechte vor.

Dogan, dem Erdogan eine Ablehnung der regierenden Partei AKP unterstellt, kam schon einmal mit der Demirören-Gruppe ins Geschäft: Nachdem das Unternehmen wegen ungezahlter Steuern eine Strafe in Höhe von 2,5 Milliarden Dollar bezahlen musste, musste Dogan bereits Milliyet und Vatan verkaufen. 


Autor:

W&V Redaktion
W&V Redaktion

Nicht alle W&V-Artikel erscheinen unter dem Namen eines einzelnen Autoren. Es gibt unterschiedliche Gründe, warum Artikel mit „W&V-Redaktion“ gekennzeichnet sind. Zum Beispiel, wenn mehrere Autoren daran mitgearbeitet haben oder wenn es sich um einen rein nachrichtlichen Text ohne zusätzliche Informationen handelt. Wie auch immer: Die redaktionellen Standards von W&V gelten für jeden einzelnen Artikel.