Außenwerbung :
Jost von Brandis nutzt anonymisierte Daten der Deutschen Telekom

Außenwerber Jost von Brandis arbeitet künftig mit anonymisierten Mobilfunkdaten der Deutschen Telekom. Und kann damit Bewegungsabläufe bis auf einzelne Straßenabschnitte abbilden.

Text: Katrin Otto

Udo Schendel, CEO Jost von Brandis setzt auf Big Data um Marktposition auszubauen
Udo Schendel, CEO Jost von Brandis setzt auf Big Data um Marktposition auszubauen

Jost von Brandis hat eine Allianz mit der Telekom-Tochter Motionlogic geschlossen und hat damit Zugriff auf die Nutzerdaten des Mobilfunknetzes, das sind rund 40 Millionen Telekom-Kunden - in etwa ein Drittel aller Handynutzer. Motionlogic liefert dabei die Daten in Form von anonymisierten und zu Gruppen zusammengefassten Statistiken, die auf der Nutzung des Mobilfunknetzes basieren. 

Neu daran ist vor allem, dass  sich so Bewegungsprofile von Zielgruppen erstellen lassen. Das heißt der Außenwerber weiß, wer sich wann und wo bewegt. Denn das Handy erzeugt beim Eintritt in die Funkzellen eine Art Bewegungsprotokoll. Wobei es sich nicht um die Bewegungsdaten einzelner Kunden handelt, sondern diese anonymisiert und zu Gruppen zusammengefasst sind.

Die Daten ergänzen die soziografischen Daten von Microm, einem Anbieter für Geomarketing, mit dem Jost von Brandis seit neun Jahren zusammenarbeitet. Dazu kommen die Mobilitätsmodelle des Schweizer Unternehmens Senozon, einem weiteren Kooperationspartner des Außenwerbers. Mittels der Modelle lassen sich nun neben Wegestrecke, Wegedauer, Zeitpunkt und Verkehrsmittel der jeweiligen Zielgruppe dank der neuen Datenallianz auch die genutzten Straßenabschnitte ausweisen.

So können künftig bei der Kampagnenplanung Werbeträger in den am stärksten besuchten Straßen selektiert und Streuverluste reduziert werden. Big Data ist inzwischen ein Muss im umkämpften Werbemarkt. "Nur mit Know-how und Innovation können wir den Markt weiterentwickeln und unsere Position ausbauen", sagt Jost-von-Brandis-CEO Udo Schendel.