Heufer-Umlauf betonte mehrmals, es gehe in seinen Formaten nicht um klassischen Journalismus, sondern um Unterhaltung. "Vieles, was in Fernsehstudios passiert und vieles, was in dieser [funk-]Reportage aufgezählt wurde, ist völlig zu Recht Teil einer Inszenierung namens Entertainment, die das Ziel verfolgt, Witze möglichst gut zu erzählen, Sie zu unterhalten und abzulenken und das ist auch genau gut so. Trotzdem - und das will ich hier klar und deutlich sagen - sind wir in einzelnen Fällen über dieses Ziel hinausgeschossen."

So sei es beim Fahrraddieb gewesen: "Alles hat so schön geklappt, war so gut vorbereitet. Nur eines konnten wir wirklich nicht ahnen: Dass ausgerechnet in dieser Nacht in Berlin keiner kommt, um ein Fahrrad zu klauen. Und unserer ist dann dummerweise nochmal zurückgelaufen, weil er vergessen hatte, sich seine Gage abzuholen. Dumm."

Sender hat früh reagiert

Bereits in der vergangene Woche hatte  ProSieben Fälschungsvorwürfe gegen die Entertainer Joko und Klaas zurückgewiesen. Selbstkritisch räumte der Privatsender zugleich ein, dass bei einem Clip über einen angeblich durch Klaas ertappten Berliner Fahrraddieb "der satirische Ansatz des Filmes womöglich deutlicher gemacht hätte werden müssen".

Dafür, dass der Clip Satire sei, gebe es mehrere Indizien, zählte der Privatsender auf: "Die Redaktion und die Produktion waren (...) davon ausgegangen, dass ein Feuerschlucker, eine zirka vier Meter große Frau und ein Kirchenchor ausreichend Hinweis darauf liefern würden."

am/dpa



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