Studie Digital Values :
Media Impact will über Werbeumfelder diskutieren

Media Impact präsentiert zum OMR-Festival die Studie Digital Values. Der Vermarkter sieht News-Websites in Zeiten von Brand-Safety-Problemen im Vorteil.

Text: W&V Redaktion

Bild.de gehört zu den untersuchten Websites.
Bild.de gehört zu den untersuchten Websites.

Pünktlich zum OMR-Festival (22./23.3.2018) stellt der Vermarkter Media Impact die neue Studie Digital Values vor. Die Berliner sehen darin einen "Debattenbeitrag zur Frage nach der geeigneten Qualifizierung von Umfeldern", wie sie in ihrer Präsentation schreiben, die W&V vorab vorliegt. Damit spielt Media Impact auf die Diskussionen rund um Brand-Safety-Probleme bei Youtube oder die Hasskommentar-Flut auf Facebook an. 

Gemeinsam mit der Omnicom-Marktforschungsunit Annalect hat der Vermarkter laut eigenen Angaben analysiert, wie Nutzer Inhalte und Werbung auf Nachrichtenwebsites, Social-Media-Plattformen und E-Mail-Portalen hinsichtlich Qualität, Glaubwürdigkeit und Relevanz wahrnehmen (Zeitraum: November 2017; 3.042 Studienteilnehmer). Untersucht wurden Angebote aus dem hauseigenen Portfolio, wie Bild.de oder Welt.de, aber auch wichtige Wettbewerber wie Facebook, T-Online oder Gmx.de

Media Impact sieht die News-Websites als Sieger: Nachrichten-Angebote (Digital-Values-Index 117) schlagen laut der Studie deutlich die sozialen Netzwerke (Index-Wert 96) und E-Mail-Dienste (86). "Die Nachrichtenportale gelten als relevant, meinungsstark und bieten Orientierung", schreibt der Vermarkter. Zudem bewerteten die Studienteilnehmer die Aktualität der Informationen auf Nachrichtenwebsites fast doppelt so hoch wie in sozialen Medien. Das gleiche Ergebnis lieferte die Frage nach der Vertrauenswürdigkeit des jeweiligen Online-Auftritts.

Das Argument: Für die Werbewirkung sei entscheidend, mit welcher Intensität die bevorzugten Medien konsumiert werden. Verglichen mit sozialen Medien beurteilten fast doppelt so viele User Werbung bei News-Websites als glaubwürdig, so Media Impact. Social-Media-Werbung finden 14 Prozent informativ, auf Nachrichtenportalen sind es 20 Prozent, folgert das Unternehmen.

"Die Digital-Values-Studie belegt, dass die Menschen auch online Nachrichten bei der Quelle lesen, der sie vertrauen", sagt Carsten Schwecke, Chief Digital Officer von Media Impact.

Ein Ergebnis aus der Digital-Values-Studie.

Ein Ergebnis aus der Digital-Values-Studie.

Frank Händler, Managing Partner Insights von Annalect, kommentiert die Ergebnisse: "Wer im digitalen Bereich Werbung schaltet, achtet vor allem auf Faktoren wie Kosten, Targeting-Möglichkeiten und technische KPIs. Hinsichtlich der Werbeakzeptanz und Werbewirkung liegen jedoch wenige qualitative Informationen vor. Deshalb ist es wichtig zu verstehen, wie User die digitalen Angebote nutzen, was sie von ihnen erwarten und wie sie die Werbung im jeweiligen Umfeld wahrnehmen. Hierzu liefert die Studie nun einige differenzierte Ergebnisse."

Zu den untersuchten Online-Auftritten gehören Bild.de, Stern.de, Spiegel.de, Welt.de, Focus.de, Web.de, T-online.de, Gmx.net, Facebook.com und Youtube.com.


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W&V Redaktion
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