Sowohl die Top-Platzierten als auch die Schlusslichter des Rankings haben eines gemeinsam: Sie rufen eine Vielzahl von Ressourcen aus dem Netz ab. Mehr als 250 dieser sogenannten Requests müssen für die Website des Siegers abgewartet werden, sogar mehr als 500 sind es bei den unteren Plätzen. Darunter befindet sich eine Vielzahl von externen Skripten der Werbenetzwerke, Trackingsoftware und A/B-Testing-Software. In der Spitze machen diese externen Skripte bei einzelnen Onlineangeboten sogar bis zu 50 Prozent aller geladenen Ressourcen aus. Das Nutzererlebnis wird also merklich geschmälert durch Werbeeinblendungen und Datenerhebungen. Zum Thema Nutzererlebnis: Es dauerte im Test mehr als 30 Sekunden, bis die Websites einzelner Onlinemedien sichtbar dargestellt wurden.

Reichweite bedeutet nicht Sicherheit

Bei der Masse an Inhalten, die dem Nutzer beispielsweise auf Seiten wie Spiegel.de und Sport1.de entgegenschlägt, ist es kaum verwunderlich, dass im Ranking sogar einstellige Werte zu entdecken sind, heißt es bei Bytepark. Doch wie steht es um das Thema Sicherheit? Auf den getesteten Portalen werden eine Menge Nutzerdaten erhoben und ausgewertet. Wie gut sind die Server und Applikationen abgesichert? Wie up-to-date sind die technischen Konfigurationen? Das Ergebnis: Auch bei Sicherheit und Setup zeigen sich nur mittelmäßige Bewertungen.

Lediglich sieben der 20 getesteten redaktionellen Onlinemarken verwenden aktuelle SSL-Protokolle, bei allen anderen kommen veraltete Standards zum Einsatz. Nur zwei der Portale im Test nutzen Methoden, um das sogenannte Clickjacking zu verhindern, bei dem Hacker die Darstellung einer Internetseite überlagern und Benutzer dazu animieren, scheinbar harmlose Elemente zu klicken und Nutzereingaben auf fremden Seiten durchzuführen.

Die für die Bewertung genutzten Kriterien basieren auf Metriken, die von Google Lighthouse und anderen Branchenlösungen eingesetzt werden. Darüber hinaus entwickelt die Agentur mit Bytereport.me eigene Audits. Der Bereich Sicherheit und Setup basiert weitestgehend auf eigenen Audits. Die Tests wurden am 9. und 10. September 2019 mit insgesamt drei Testläufen generiert, um kurzfristige Schwankungen auszugleichen.