USA :
Mehr als 150 potenzielle Käufer für Time, Fortune und SI

Tech-Konzerne, Fonds, Milliardäre – sie alle wollen die ehemaligen Time-Titel übernehmen. Ein Angebot soll bei 325 Millionen Dollar liegen.

Text: Franz Scheele

Für die zum Verkauf stehenden vier ehemaligen Magazine des New Yorker Time-Verlags Time Magazine, Fortune, Money und Sports Illustrated (SI) gibt es angeblich mehr als 150 Interessenten – darunter Tech-Unternehmen, Wagniskapital-Fonds und vermögende Einzelpersonen. Dies erklärte Tom Harty, CEO des Medienkonzerns Meredith Corp., gegenüber der New York Post. Die erste Runde des Bieterprozesses soll Ende dieser Woche abgeschlossen werden.

Schon kurz nach der Übernahme des Zeitschriftenverlags Time Inc. für 1,85 Milliarden Dollar hatte der US-Medienkonzern Meredith die Investmentbanken Citigroup und Houlihan Lokey damit beauftragt, potenzielle Käufer ausfindig zu machen. Die vier Zeitschriftenmarken wurden dabei in zwei "Pakete" gesplittet.

So sucht die Citigroup nach einem Käufer für Time, Fortune und den Fortune-Ableger Money. Der angepeilte Verkaufspreis soll hier bei etwas über 100 Millionen Dollar liegen. Houlihan Lokey sucht dagegen nach einem Käufer für Sports Illustrated. Hier soll der Verkaufspreis bei 150 Millionen Dollar liegen. Vor allem die "SI Swimsuit"-Marke gilt als besonders lukrativer Posten, der auch für sich selbst vermarktet werden könnte.

Branchengerüchten zufolge soll ein potenzieller Käufer schon im Vorfeld 325 Millionen Dollar für alle vier Titel geboten haben. Laut Meredith-CEO Harty liegt bislang aber noch kein bindendes Angebot vor.


Autor:

Franz Scheele
Franz Scheele

Schreibt als freier Autor für W&V Online. Unverbesserlich anglo- und amerikanophil interessieren ihn besonders die aktuellen und langfristigen Entwicklungen in den Medien- und Digitalmärkten Großbritanniens und der Vereinigten Staaten.