Auch Hulu hebt einige Abogebühren an

Mit der Gebührensenkung bei seinem Stand-alone-Streamingdienst wird Hulu allerdings gleichzeitig die Preise für das vor zwei Jahren gelaunchte Hulu+ Live TV deutlich anheben. Der Dienst, der mittlerweile etwa eine Million Abonnenten hat, bietet rund 60 Live-TV-Kanäle sowie Zugang zur gesamten Video-on-demand-Bibliothek Hulus.

Hier soll die monatliche Abo-Gebühr um fünf Dollar auf 44,99 Dollar steigen, bei der werbefreien Version ebenfalls um fünf auf 50,99 Dollar. Begründet wird die Preisanhebung mit der wachsenden Zahl der angebotenen TV-Kanäle. So sind zuletzt etwa der Discovery Channel, Investigation Discovery, TLC und Animal Planet hinzugekommen.

Streamingdienste im Bundle-Paket

Angesichts der sich in den USA verschärfenden Wettbewerbssituation auf dem Streaming-Markt und bei einer gleichzeitig deutlich sinkenden Zahl der Kabel- und Satelliten-TV-Abonnenten rechnen zahlreiche Branchenexperten damit, dass es künftig vermehrt zu Bundling-Angeboten verschiedener Streamingdienste kommen wird, wie das Branchenmagazin Hollywood-Reporter berichtet.

Hulu bietet beispielsweise bereits für einen Preisaufschlag von monatlich 20 Dollar die Angebote von HBO+ sowie die Film- und Doku-Kanäle von Cinemax an und für einen Aufschlag von monatlich 12,99 Dollar den Musikstreamingdienst Spotify Premium. Amazon testet ebenfalls ein Bundling-Paket mit HBO, Showtime, Starz, Cinemax und weiteren Anbietern für seinen Prime-Video-Dienst.

Nach Ansicht der Branchenexperten dürfte sich dieser Trend fortsetzen. Denn bereits 43 Prozent aller US-Haushalte haben mehr als einen Streamingdienst abonniert. Dass allerdings Netflix und Amazon oder Hulu und Netflix künftig als Bundle angeboten werden, gilt als eher unwahrscheinlich.


Autor:

Franz Scheele
Franz Scheele

Schreibt als freier Autor für W&V Online. Unverbesserlich anglo- und amerikanophil interessieren ihn besonders die aktuellen und langfristigen Entwicklungen in den Medien- und Digitalmärkten Großbritanniens und der Vereinigten Staaten.