Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) ging um 5,7 Prozent auf 1,38 Milliarden Euro zurück. Der auf die Aktionäre entfallende Nettogewinn sank um 9,6 Prozent auf 668 Millionen Euro. RTL begründet das schlechtere Ergebnis mit einem hohen Vergleichswert aus dem Vorjahr, als Gebäude in Paris für 94 Millionen Euro verkauft wurden, was sich einmalig positiv auswirkte.

Fürs laufende Jahr geht RTL - wie zuvor angekündigt - von einem Umsatzplus von 2,5 bis 5 Prozent ohne Berücksichtigung von Wechselkurseffekten aus. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebita) soll jedoch um 2,5 bis 5 Prozent zurückgehen.

Wo es läuft

Die RTL-Gruppe mit Hauptsitz in Luxemburg erzielt den Großteil seiner Umsätze mit der Mediengruppe RTL Deutschland und der M6-Gruppe in Frankreich. Daneben sind die Produktionsfirma Fremantle, das Digitalgeschäft sowie RTL in den Niederlanden und RTL Belgien wichtige Standbeine des Konzerns.

Insgesamt setzt RTL - neben dem Hauptgeschäft mit TV-Werbeeinnahmen, das immer noch über 45 Prozent zum Konzernumsatz im vergangenen Jahr beitrug - vor allem auf seine Produktionsfirma Fremantle. Sie produziert Serien, wie etwa "American Gods", die beim Streamingdienst Amazon Prime läuft. Daneben treibt RTL Investitionen in die Digitalsparte voran: Im Januar kaufte der Konzern die britische Video-Technologiefirma Yospace für bis zu 29 Millionen Euro.

Für RTL wie auch den deutschen Rivalen ProSiebenSat.1 wird das wachsende Geschäft mit Internetvideos und Videoplattformen immer wettbewerbsintensiver, da neue Player, wie etwa der iPhone-Hersteller Apple, auf den Markt drängen und durch günstige oder kostenlose Angebote den Druck erhöhen.

Andererseits gehen die Umsätze im nach wie vor wichtigen TV-Werbegeschäft zurück, weil vor allem bei der jüngeren Zielgruppe Online-Streamingdienste wie Netflix oder Amazon Prime beliebter werden.

W&V Online/dpa


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W&V Redaktion
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