TV-Format :
Sat.1 zieht den Stecker bei Maschmeyer-Show

Das Gründerformat "Start Up!" wird aufgrund der anhaltenden Quotentalfahrt nun nur noch online und in der Sat.1-App gezeigt.

Text: Manuela Pauker

Bei Sat.1 fiel die letzte Klappe für die Maschmeyer-Show "Start Up!" - Fortsetzung unwahrscheinlich.
Bei Sat.1 fiel die letzte Klappe für die Maschmeyer-Show "Start Up!" - Fortsetzung unwahrscheinlich.

Das war’s dann doch erstmal mit der Gründerzeit auf Sat.1: Nachdem die Quoten weiter auf Talfahrt gingen, zog der Sender bei dem von Carsten Maschmeyer präsentierten Format "Start Up!" nun den Stecker – zumindest im linearen Programm.

"Leider war für die Zuschauer unser uniques, hochwertiges spezifisches Format 'Start up!' mit der Entwicklung von Logos, Claims und neuen Produkten nicht relevant genug", verkündete der Sender via Twitter. Die restlichen drei Folgen werden statt dessen nun immer Mittwochs auf Sat1.de und in der Sat.1-App gezeigt.

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Die Quotenentwicklung ließ wohl auch keine Alternative mehr zu: Gerade mal 570.000 Zuschauer schalteten bei der Sendung am 11. April noch ein; bei den 14- bis 49-Jährigen lag der Marktanteil unter drei Prozent.

Auch Maschmeyer selbst äußerte via Social Media sein Bedauern – wie Sat.1 mit der Vermutung, das Thema sei eben "zu spezifisch". Insbesondere für die Zielgruppe der "jüngeren gründeraffinen Menschen". Die, so die logische Schlussfolgerung, also vermutlich nicht zu den Sat.1-Sehern gehören.

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Dass ein solches Thema im klassischen TV nicht funktionieren kann, widerlegt allerdings das Vox-Format "Die Höhle der Löwen (DHDL)", bei dem Maschmeyer ebenfalls mitmachte: Dort erzielt "DHDL" Rekordmarktanteile. Mehr als drei Millionen Zuschauer schalteten zuletzt, im Herbst 2017, regelmäßig ein. Wie sich jetzt zeigt: vermutlich trotz und nicht wegen Investor Maschmeyer.


Autor:

Manuela Pauker
Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde