Das Markenrisiko wird bei mobilen Kampagnen zugleich höher bewertet als bei Display-Werbung. Am schlechtesten performen hier Deutschland (14,7 Prozent) und die USA (9,3 Prozent). In Spanien, Italien und UK ist das Risiko mit je 5 Prozent deutlich geringer.

Ad Fraud: Deutschland hat's im Griff

In Sachen Ad Fraud hat insbesondere der US-Markt im Vergleich ein echtes Problem – auch wenn die Zahlen an sich gar nicht so hoch scheinen: 1,8 Prozent der gegen Werbebetrug optimierten Display-Kampagnen waren im ersten Halbjahr 2018 von betrügerischen Aktivitäten betroffen. Europa hat das besser im Griff: Italien liegt bei 0,8 Prozent, Deutschland bei 0,7 Prozent. deutlich besser aus. Am besten sieht es aber in Skandinavien aus: Hier waren nur 0,2 Prozent der optimierten Display-Kampagen von Ad Fraud betroffen.

Bei den Desktop Video-Kampagnen waren laut der Studie im Schnitt in den ersten sechs Monaten des Jahres 2018 weltweit 69,4 Prozent der Angebote sichtbar. Die Sichtbarkeit von Video-Inventar beträgt zwischen 76,7 Prozent in Frankreich und 64,5 Prozent in UK. Deutschland weist mit 66,6 Prozent  hier den zweitniedrigsten Wert auf.

Geringes Markenrisiko in Italien

In potenziell markenschädigenden Umfeldern wurden weltweit 7,6 Prozent der Video Impressions ausgeliefert. Im Ländervergleich ist auch in dieser Kategorie das Markenrisiko in Deutschland am höchsten (14,7 Prozent), gefolgt von Großbritannien (10,6) und den USA (8,8). Im italienischen Werbemarkt ist das Markenrisiko für Desktop Video-Inventar mit 4,5 Prozent am geringsten. Betrügerische Aktivitäten wurden weltweit in 9,5 Prozent der nicht-optimierten Video-Kampagnen nachgewiesen.


Autor:

Manuela Pauker
Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde