Editorial Media :
So verändert Mike Meiré das Kunstmagazin Blau

Zum bundesweiten Kiosk-Start von Blau gestaltet Editorial Design-Ikone Meiré ein neues Cover.

Text: Judith Pfannenmüller

Das Kunstwerk auf dem Blau-Titel bekommt für das Kiosk eine Themen-Flappe
Das Kunstwerk auf dem Blau-Titel bekommt für das Kiosk eine Themen-Flappe

Blau, das Kunstmagazin aus dem Hause Axel Springer, gönnt sich für seinen bundesweiten Kiosk-Einstand mit dem Märzheft am 24. Februar 2018 ein neues Titelkonzept. Um für den Einzelverkauf am Kiosk eine größere Bandbreite von Themen auf dem Cover anteasern zu können, hat Art Director Mike Meiré eine so genannte Flappe entwickelt. Sie umhüllt den linken Rand des Magazins, macht eine zweite Text- und Bildebene zum Titel auf und lässt sich wegklappen. Auf diese Art kann auf dem Cover wie bisher ganzflächig ein Kunstwerk in voller Schönheit gezeigt werden - diesmal eines des marokkanisch-stämmigen Künstlers Hicham Berrada

Blau tritt mit einer Startauflage von 100.000 Stück nun acht Mal im Jahr - mit einem vergleichsweise geringen Copypreis von sechs Euro für 80 Seiten - im Wettbewerb mit anderen Kunstmagazinen wie Art (G+J), Weltkunst (Zeit) und Monopol (Res Publica) an. Der Vertrieb konzentriert sich auf 7000 Händler in den Großstädten Berlin, Hamburg, München, Frankfurt, Köln, Düsseldorf, Stuttgart - vorrangig Bahnhofsbuchhandel und Flughafenkioske. Dazu kommen Museumsshops, Kunstbuchhandlungen wie Sautter + Lackmann sowie Spezial-Läden wie "Do you read me?", "Soda Store" und "Soho House". 200 zentrale Standorte bewirbt der Verlag mit Sonderauslagen, Stapelplatzierungen sowie Schaufenster-Plakaten.

Bislang lag das Magazin, das am 2. Mai 2015 erstmals erschien - sieben Mal im Jahr der Samstagsausgebe der Tageszeitung Welt bei. Nun bekommen es nur noch die Abonnenten der Welt. Der Vorteil für den Verlag: Er kann mit Blau und dem Wirtschaftsmagazin Bilanz, das ebenfalls an die Kioske geht, nun gezielt Abonnenten-Marketing betreiben.

In der März-Ausgabe von Blau gibt es etwa 20 Anzeigenseiten. Als Kunden dabei sind Marken wie Chanel, Calvin Klein, Bottega Veneta, Louis Vuitton, Hermés, Celine, Net-A-Porter, Rolex, Patek Philippe, Audemars Piguet, Porsche, Audi, BMW oder Samsung.

W&V hat Blau-Chefredakteur Cornelius Tittel am Ku'damm besucht. Ein ausführliches Porträt des leidenschaftlichen Kunstliebhabers, einen Einblick in die vermutlich schönsten Redaktionsräume Deutschlands und die anregende Magazin-Philosophie der Editorial Design-Ikone Mike Meiré lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der W&V (EVT 19.02.2018), die sie hier bestellen können. 


Autor:

Judith Pfannenmüller
Judith Pfannenmüller

ist Korrespondentin für W&V in Berlin. Sie schaut gern hinter die Kulissen und stellt Zusammenhänge her. Sie liebt den ständigen Wandel, den rauhen Sound und die thematische Vielfalt in der Hauptstadt.