Die Welt verliert Seiten

Außer der Umstellung des Wochenendangebotes wird sich auch bei den Wochentagsausgaben der Welt so einiges ändern. Die Welt schrumpft auf insgesamt 16 Seiten zusammen, die Artikel werden "pointierter" und die Themen stärker gebündelt. Entlassungen in der Redaktion soll es deswegen aber nicht geben. Auf der Titelseite werden ab Herbst zwei Top-Themen inklusive je einem Kommentar präsentiert, auf den nächsten zwei Seiten folgt das aktuelle Nachrichtengeschehen. 

Dagmar Rosenfeld, Chefredakteurin Die Welt: "Unter der Woche wünschen sich unsere Leser eine Schneise in der Informationsflut. Wir liefern künftig von Montag bis Freitag eine Zeitung, die gewichtig ist, ohne schwer zu sein. Unser Versprechen: Die Tageszeitung fürs Wesentliche. Gleichzeitig bleiben wir in allen Ressorts, von der Politik über die Wissenschaft bis hin zur Wirtschaft, der Vielfalt und Exklusivität unserer Berichterstattung treu und werden zugleich noch präziser, prägnanter und schneller."  

Sinkende Preise bei den Einzelausgaben

Die dünnere und schlankere Welt wird mit künftig zwei Euro deutlich günstiger zu haben sein als ihr dickerer Vorgänger, für den aktuell 2,80 Euro fällig sind. Das Wochentagsabo kostet 34,99 Euro und enthält das Digitalabo von WeltPlus sowie die ePaper-Ausgaben. 

"Die Veränderungen bei Welt am Sonntag und Die Welt sind strategisch motiviert, wir steigern die Attraktivität unserer Print-Produkte am Leser- und Werbemarkt", erläutert Ulf Poschardt, Chefredakteur Welt und Sprecher der Geschäftsführung. Davon unberührt sei der Markenkern, der unverrückbar sei und auch weiterhin für alle Produkte gelte: "Unabhängiger Journalismus, der leidenschaftlich, verlässlich und schnell informiert, mit einem breiten Meinungsspektrum und hochwertigen Autorenstücken."