"Wir prüfen, ob der Inhalt eines Plakats sittenwidrige oder rechtlich relevante Inhalte enthält", heißt es bei Ströer. Laut Firmensprecher Marc Sausen hat der Außenwerber mehrere Motive der Anti-Grünen-Kampagne abgelehnt, da diese nicht rechtskonform gewesen seien. "Generell genießt Werbung aber den grundrechtlichen Schutz der Freiheit der Meinungsäußerung." Das werde man respektieren.

Die Geldgeber hinter der Kampagne sind nicht bekannt

Kritisiert wird vor allem, dass völlig unklar ist, wer die Kampagne finanziert. Auftraggeber ist die Hamburger Firma Conservare Communication des AfD-Sympathisanten David Bendels. Dessen Angaben zufolge kommt das Geld "von Mittelständlern und engagierten Bürgern". Schleswig-Holsteins Umweltminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) fürchtet dagegen, dass ausländische Geldgeber dahinter stecken und brachte deshalb sogar einen Boykott ins Spiel:



Markus Weber, Redakteur W&V
Autor: Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.