Viele Nutzer stehen Social Media im Hinblick auf Fake News kritisch gegenüber. 63 Prozent der befragten Smartphone-Nutzer sind der Meinung, dass Soziale Netzwerke gerne gezielt als Plattform für Verbreitung von falschen Meldungen genutzt werden. Den klassischen journalistischen Medienangeboten trauen die Verbraucher der Studie zufolge deutlich mehr: 73 Prozent der Befragten glauben ihnen eher als Informationen, die sie in sozialen Netzwerken vorfinden. Bei den jüngeren Zielgruppen unter 30 sind es 71 Prozent, bei den Befragten über 60 vertrauen rund 88 Prozent den journalistischen Angeboten.

Einkaufen via Smartphone wird normal

Auch die Kaufprozesse werden immer stärker von den mobilen Devices beinflusst, so die Studie. 45 Prozent der Verbraucher nutzen Smartphone & Co. vor einem Kauf als Recherchequelle, 35 Prozent suchen auch noch im Laden nach Produktinformationen. Über alle Altersgruppen hinweg werden zugleich mehr und mehr Einkäufe über das Smartphone abgewickelt: 71 Prozent der Befragten nutzen inzwischen "M-Commerce". Gekauft werden auf diesem Weg in erster Linie Bücher, Apps, Flug- und Bahntickets sowie Bekleidung und Schuhe. 17 Prozent der Verbraucher nutzen dafür inzwischen Mobile Payment, weitere 30 Prozent können sich diesen Bezahlweg vorstellen.

In Sachen Werbung sind die Nutzer hingegen ambivalent. Immerhin: 57 Prozent der Smartphone-Nutzer akzeptieren Mobile Advertising, weil ihnen bewusst ist, dass ihnen so die kostenfreie Nutzung einer App oder Website möglich ist. Sie tolerieren das allerdings nur, solange die Nutzung des mobilen Angebotes durch das Werbeformat nicht beeinträchtigt wird. Auch gegen Kooperationen mit Marken haben die meisten Nutzer nichts – wenn die Zusammenarbeit leicht erkennbar als solche gekennzeichnet sind.

 

 


Autor:

Manuela Pauker
Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde