So will ViacomCBS mehr als 100 Filme des Hollywood-Studios Paramount Pictures, das ebenfalls zum Konzern gehört, in CBS All Access integrieren. Außerdem, so Bakish, "werden wir international in den nächsten zwölf Monate ein breit angelegtes Streaming-Produkt in zahlreichen Märkten launchen". Dieser Dienst, so der CEO weiter, soll die "ganze Stärke des ViacomCBS-Portfolios nutzen und eine bedeutende Markenpräsenz in den wichtigsten Videostreaming-Märkten der Welt" schaffen.

Relaunch der bestehenden Dienste erwartet

Damit bestätigte Bakish entsprechende Ankündigungen von Anfang des Jahres, dass CBS All Access, dessen Abo-Gebühr bei monatlich 5,99 Dollar liegt, unter einer "House of Brands"-Strategie stark erweitert wird. Zu vermuten ist deshalb allerdings auch, dass die beiden bestehenden Marken CBS All Access und Showtime nochmals komplett relauncht werden. Doch hierzu gibt es auch weiterhin keine konkreten Angaben.

CBS und Viacom, Tochterfirmen der Unternehmensholding National Amusements, an der die Familie des 96-jährigen Patriarchen Sumner Redstone 80 Prozent der stimmberechtigten Anteile hält, hatten bis 2005 unter einem Dach agiert. Sie wurden dann allerdings in zwei unabhängige Unternehmen, die CBS Corporation und die (neue) Viacom mit Kabelsendern wie MTV, Nickelodeon und Comedy Central gesplittet.

Redstones Tochter Shari Redstone, Präsidentin von National Amusements sowie Chairwoman von ViacomCBS, hatte seit Jahren die Wiedervereinigung der beiden Unternehmenstöchter betrieben. Nach zunächst zwei gescheiterten Anläufen kam es beim dritten Versuch Ende vergangenen Jahres zur offiziellen Fusion.



Franz Scheele
Autor: Franz Scheele

Schreibt als freier Autor für W&V Online. Unverbesserlich anglo- und amerikanophil interessieren ihn besonders die aktuellen und langfristigen Entwicklungen in den Medien- und Digitalmärkten Großbritanniens und der Vereinigten Staaten.