Deutsche TV-Plattform :
Was jetzt auf der digitalen TV-Agenda steht

5G, Datenschutz, Ultra HD, HDR, Augmented Reality: Welche Themen der neue Vorstand der Deutschen TV-Plattform vorantreiben soll.

Text: Petra Schwegler

Die Führungsriege der Deutschen TV-Plattform (v.l.): Holger Meinzer, Geschäftsführerin Carine Chardon,  Andre Prahl, Michael Rombach, Jürgen Sewczyk, Stefanie Griebel, Christoph Mühleib, Markus Zumkeller und Stephan Heimbecher.
Die Führungsriege der Deutschen TV-Plattform (v.l.): Holger Meinzer, Geschäftsführerin Carine Chardon, Andre Prahl, Michael Rombach, Jürgen Sewczyk, Stefanie Griebel, Christoph Mühleib, Markus Zumkeller und Stephan Heimbecher.

Die Deutsche TV-Plattform als Zusammenschluss von zahlreichen Unternehmen, Verbänden und Institutionen, die sich mit der Entwicklung der digitalen Medien befassen, hat jetzt eine Art Agenda für die nächsten Schritte bei der Digitalisierung des Fernsehens vorgelegt.

So sieht der Fahrplan der Deutschen TV-Plattform aus:

  • Nachdem die Einführung von DVB-T2 HD in Deutschland  begleitet wurde – unter anderem mit der Zertifizierung von über 2800 Gerätemodellen von rund 50 Marken für das grüne DVB-T2-HD-Logo – will sich der Verein 2018 für die Volldigitalisierung der Kabelnetze einsetzen.
  • Die Arbeitsgruppe Terrestrik & Mobile Media der Deutschen TV-Plattform untersucht das Potenzial von 5G für die Medien- und Entertainmentbranche. In einem ersten Schritt habe die Arbeitsgruppe für die Mitglieder ein White Paper erstellt, das Technologien, Use Cases und Bedeutung für die Branche beleuchte, heißt es.
  • Ein Schwerpunkt der AG Smart Media liegt 2018 auf den Folgen der neuen europäischen Datenschutzverordnung, die in vier Wochen in Kraft tritt.
    Dazu hat der Verein nach eigenen Angaben in enger Abstimmung mit den Landesdatenschutzbehörden Piktogramme zur Illustration von Datenschutzerklärungen erarbeitet. Solche Symbole dienen der Erfüllung der gestiegenen Transparenzanforderungen in Bezug auf die Nutzung von persönlichen Daten, sodass Datenschutzerklärungen für Verbraucher verständlicher gestaltet werden.
    Ferner lotet die Arbeitsgruppe aus, inwieweit Guidelines für Steuerdaten und programmbegleitende Informationen harmonisiert werden können.
    Diese Metadaten sollen unter anderem Funktionen wie Jugendschutzvorsperren steuern; sie seien als Bestandteil der Programmkommunikation mitentscheidend, ob Programme gefunden werden oder nicht, heißt es.
  • Die steigende Produktion und Verfügbarkeit von Ultra-HD-Inhalten sowie die fortschreitende Standardisierung bei Ultra HD und HDR sowie Virtual und Augmented Reality stehen 2018 im Mittelpunkt der AG Ultra HD – ebenso wie das Thema Next Generation Audio.
  • Gebündelt informiert die Deutsche TV-Plattform mit der Eventserie "Media Innovation Platform" über wichtige Trends.
    Nach Virtual Reality und der Mediennutzung in autonomen Fahrzeugen steht beispielsweise am Mittwoch in Hamburg beim NDR die smarte Mediennutzung im vernetzten Heim im Mittelpunkt.
    Diskutiert und beleuchtet werden soll, wie digitale Assistenten unser Leben verändern, welche Geräte und Systeme künftig unsere Mediennutzung steuern und welche Rolle dabei Big Data und personalisiertes Fernsehen spielen

Die Themenagenda wird für die kommenden zwei Jahre übrigens ein neuer Vorstand vorantreiben: Die Vertreter der über 50 Mitgliedsfirmen, Organisationen und Institutionen der Deutschen TV-Plattform haben jetzt im Rahmen der Mitgliederversammlung des Vereins in Hamburg eine neue sechsköpfige Spitze gewählt.

Andre Prahl (Bereichsleiter Programmverbreitung, Mediengruppe RTL Deutschland) wurde als Vorstandsvorsitzender bestätigt. Als Stellvertreter treten Michael Rombach (Produktionsdirektor NDR, für die ARD) und Markus Zumkeller (Director of Technology and Engineering, Sony Europe) auf, die ihre Vorstandstätigkeit fortsetzen.

Neu in den Vorstand berufen wurden Stefanie Griebel (Senior Vice President TV Delivery Deutsche Telekom AG), Christoph Mühleib (Geschäftsführer Astra Deutschland) und Rolf Wierig (Vice Presidents Entertainment Products Consumer Vodafone).

Der Deutschen TV-Plattform gehören unter anderem private und öffentlich-rechtliche Sender, Gerätehersteller, Infrastrukturbetreiber, Service- und Technik-Provider, Forschungsinstituten und Universitäten sowie Bundes- und Landesbehörden an.


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.