Florian Weischer, Chairman des Vermarkters, hatte nach dem ersten Sehen des Films, der in Kooperation mit der Produktion Mädchenfilm, der Post-Produktion Eleven und dem Tonstudio CSC entstand, nach eigenem Bekunden "Gänsehaut": "Das Kino wendet sich mit der Aussage 'Du fehlst!' direkt an seine Besucher. Genau diesem Gefühl, das auch uns umtreibt, wollten wir Ausdruck verleihen."

Weischer.Cinema-CEO Stefan Kuhlow ist jedenfalls optimistisch, dass die derzeitige Zwangs-Flaute nicht das Ende bedeutet: "Wir freuen uns, dass es endlich wieder losgeht! Das Kino ist in den vergangenen Jahrzehnten schon viele Tode gestorben und wird auch diesmal wieder fortbestehen."

Konzentration auf Social Media

Der Trailer wird ab sofort auf YouTube und auf diversen Social Media-Kanälen eingesetzt. Eine zweite Version unter dem Claim "Du hast gefehlt!" wird auf den großen Leinwänden der Kinos zu sehen sein, die sukzessive wieder öffnen.

Weischer.Cinema dankt im Zusammenhang mit der Aktion allen Partnern, die ihre Leistung kostenfrei in dieses Projekt eingebracht haben. Etwa der Astor Film Lounge HafenCity, dem Savoy Filmtheater Hamburg und dem Abaton Kino Hamburg – sie diensten als Drehorte. Außerdem dabei: Fritz Unruh (Regie), Jakob Süß (DOP), Lennart Seeburg (Editor), Bernie Greiner (Colour Grading), Fred Schuler (Producer), Nils Wulkop (Sound/-Mix) sowie Stjepan Marina, Adrian Cichosz, Franziska Knoefel und Frank Senger von Weischer.Cinema.

Bleibt zu hoffen, dass der Wunsch der Kino-Macher nicht ungehört verhallt. Der Branchenverband AG Kino - Gilde, zu dem über 300 unabhängige Filmkunst- und Programmkinos gehören, hat seinen Mitgliedern jedenfalls empfohlen, die uneinheitlichen Maßnahmenlockerungen mit unterschiedlichen Terminen und Auflagen vorerst nicht zu beachten. Stattdessen wünscht sich der Verband eine gemeinschaftliche Öffnung am 2. Juli. Im Vorfeld soll ein einheitliches Konzept dafür erstellt werden.

Die Entwicklungen zur Corona-Pandemie im Live-Blog:



Manuela Pauker
Autor: Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde