G+J denkt in Wochentagen :
Wie Barbara digital wird

"Barbara" ist online. Und Editor-at-Large Barbara Schöneberger spielt beim Digitalableger des Gruner+Jahr-Frauenmagazins dank Bewegtbild eine große Rolle. 

Text: Petra Schwegler

"Barbara" hat nach eineinhalb Jahren eine eigene Website.
"Barbara" hat nach eineinhalb Jahren eine eigene Website.

"Barbara", Frauenmagazin aus dem Hause Gruner + Jahr rund um Namensgeberin Barbara Schöneberger, feiert eineinhalb Jahre nach Start am Kiosk Netzpremiere. Für den Digitalableger hat sich das Medienhaus etwas Besonderes ausgedacht: G+J orientiert sich am Programm von Spartensendern und teilt Barbara.de in Wochentage auf.

Am heutigen Mittwoch etwa ist echtes Leben angesagt. Am Donnerstag folgt Design, am Donnerstag "Design" und am Freitag "Beauty". Beauty am Freitag und am Wochenende wird relaxed. Barbara Digital dosiert dabei sehr genau; Inhalte seien "bewusst auf einige ausgewählte neue Beiträge pro Tag in der jeweiligen Rubrik beschränkt, um die Relevanz der einzelnen Inhalte zu betonen".

Wie Barbara Schöneberger eingebunden wird

Wo "Barbara" drauf steht, ist auch Barbara drin: Wenn die Userin auf die Website kommt, wird sie mit einem Schöneberger-Video begrüßt, in dem die Moderatorin eine Frage zum Thema des Tages "unterhaltsam und oft selbstironisch" beantwortet, wie es im G+J-Sprech heißt. Barbara Schöneberger als Editor-at-Large der G+J-Marke sei auch digital die "wichtigste Influencerin", wie es Cordula Schmitz formuliert, die die Redaktionsleitung von Barbara Digital innehat.

Ansprechen soll die Marke "Barbara" im Netz die gleiche Zielgruppe, die auch das Heft kauft: Frauen zwischen 30 und 55 Jahren, gebildet, berufstätig, meinungsstark, "die über ihr nicht ganz perfektes Leben einfach auch mal lachen können".

Fürs Nutzererlebnis bei Barbara.de sorgt ein klares, modernes und übersichtliches Design, das auf den unterschiedlichen Geräten "gleichermaßen attraktiv" erscheinen soll. Bewegtbild sei ein integrativer Bestandteil der Website und werde weiter ausgebaut, heißt es aus Hamburg.

Wie bei Barbara Digital geworben wird

Fehlanzeige bei klassischer Onlinewerbung: Das "Barbara"-Team lässt nur Native Advertising auf die Seite. Statt Display-Reklame könnten Kunden zwischen sechs nativen Werbeformaten wählen. Sie sollen die Werbebotschaft auf "unterhaltsame und nutzwertige Weise transportieren", wie es heißt.

Laut Christine Nieland, Digital Business Director, hat Gruner + Jahr bei Barbara.de nur wenig dem Zufall überlassen: "Der Prototyp für Barbara Digital wurde im G+J Greenhouse Innovation Lab zielgerichtet auf die Bedürfnisse unserer Zielgruppe hin entwickelt und getestet, daher wissen wir, dass das innovative Konzept der Seite bei den Userinnen gut ankommen wird."


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.