Hier Ruchs Zukunfts-Szenario  im Detail:

"Eine wunderschöne Zukunft"

Chefredakteur Georg Löwisch rechnet damit, dass die Taz einerseits junge Leser erschließt, bis dann aber auch die "Freunde des Papierraschelns" unter den Taz-Lesern wegen ihrer engen Bindung zum Produkt auf die digitalen Angebote umsteigen werden.

Geändert haben sich auch die Werbekampagnen. Die letzte Rettungskampagne "taz muss sein" lief Ende 2001 aus. Man brauchte sie nicht mehr: In den letzten 10 Jahren habe die Taz unterm Strich "kein Geld verbrannt", sagt Ruch.

Legendäre Image-Kampagnen wie die des Star-Werbers Michael Schirner  "Eine muss es sagen" (1985) sind in digitalen Zeiten ebenfalls passé:  Ab Samstag bewirbt die Taz zum Jubiläum ihr Kombi-Abo aus Wochenend-Taz und Digitalangebot mit einem Schnupperpreis (10 Wochen für 10 Euro) - vor allem auf Social Media Kanälen wie Facebook.  

Der Fokus liegt voll auf dem Digitalen: Das Team um Digitalchefredakteurin Katrin Gottschalk will die mobile App weiter verbessern: "Die abgeschlossene tägliche Taz soll bleiben, aber besser auf dem Telefon funktionieren. Seit September sind auch erstmals - zunächst befristet für ein Jahr- zwei SEO-Spezialisten an Bord.

Und so warb die Taz 1979 zu ihrem Start:

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Autor:

Judith Pfannenmüller
Judith Pfannenmüller

ist Korrespondentin für W&V in Berlin. Sie schaut gern hinter die Kulissen und stellt Zusammenhänge her. Sie liebt den ständigen Wandel, den rauhen Sound und die thematische Vielfalt in der Hauptstadt.