Der Einstgeig der NWZ ist nicht die einzige Änderung in der Gesellschafterstruktur von Neusta: Die Hanseatische Gesellschaft für Diversifikation mbH & Co. stockt ihre Anteile von 10 auf 15 Prozent auf.

Mit den beiden (neuen) Partnern sei Team Neusta "für weiteres Wachstum und die Herausforderungen am Markt gewappnet", sagt Meyer-Heder. Der Gründer bleibt Mehrheitsgesellschafter der Unternehmensgruppe, die in der Beratung und Umsetzung von Software-, Mobile- sowie E-Commerce-Lösungen tätig ist. Das Unternehmen unterhält Niederlassungen in Bremen, Hamburg, München, Berlin, Köln und Toulouse. Zu den Kunden gehören Maxdome, Rewe, Volkswagen Financial Services, der SV Werder Bremen, Milka, Tui und Hapag Lloyd.

Die NWZ Mediengruppe mit Stammsitz in Oldenburg verlegt die Nordwest-Zeitung. Geschäftsführer ist Harold Grönke. Die verkaufte Auflage der Zeitung liegt bei 111.000 Exemplaren inklusive E-Paper (IV/2017; 1998: 129.000; 2007: 124.000; Quelle: IVW). Die Zahl der Abonnenten fiel innerhalb von zehn Jahren von 115.000 auf 98.000. Seit den Neunzigerjahren ist die die NWZ im Privatradio aktiv. Zur Mediengruppe gehören über direkte und indirekte Beteiligungen Radio FFN und Antenne Niedersachsen, Radio SAW und PSR, Regiocast, die Frank Otto Medienbeteiligungsgesellschaft und Radio 5.0, Hamburg.

Der Verlag ist außerdem an Lokalzeitungen beteiligt, was 2006/2007 zu Konflikten mit dem Bundeskartellamt führte; die Mediengruppe hat daraufhin selbst die Entflechtung in Ostfriesland eingeleitet. Seit 2009 investiert das Medienhaus in Online-Geschäftsfelder und -Unternehmen. Die Beteiligungsholding NWZ Digital wurde gegründet, um sich als strategischer Investor an jungen Onlineunternehmen zu beteiligen. Die erste Digitalbeteiligung war der Einsteig beim regionalen Datingportal  Fischkopf.de 2008. 


Autor:

Susanne Herrmann
Susanne Herrmann

schreibt als freie Autorin für W&V. Die Lieblingsthemen von @DieRedakteurin reichen von abenteuerlustigen Gründern über Medien und Super Bowl bis Streaming. Marketinggeschichten und außergewöhnliche Werbekampagnen dürfen aber nicht zu kurz kommen.