Smart Speaker:
Voice-Assistenten werden täglich genutzt

Sprachassistenten sind beliebt. Und trotz Datenschutzbedenken auch meistens in mehreren Räumen zu finden. Seit der Corona-Krise hat auch das Shoppen mit Alexa & Co. zugenommen.

Text: Julia Gundelach

"Alexa, spiel mein Lieblingslied!"
"Alexa, spiel mein Lieblingslied!"

Das Thema Audio boomt - das zeigt sich auch in der Verbreitung von Smart Speakern in Deutschland. Eine neue Studie von Beyto zufolge möchten diejenigen, die einmal einen Smart Speaker getestet haben, darauf auch nicht mehr verzichten - und statten oft gleich mehrere Räume mit Alexa & Co. aus.

Fast 90 Prozent der Befragten geben an, die sprachgesteuerten Assistenten täglich einzusetzen - Ende 2019 waren es noch 82 Prozent. Diese hohe Nutzungsintensität findet offenbar in mehr als einem Raum statt – denn mehr als 60 Prozent der Studien-Teilnehmer besitzen mindestens zwei Smart Speaker, jeder fünfte Nutzer sogar vier und mehr Geräte. Amazon ragt dabei deutlich heraus: Drei Viertel der Befragten besitzen mindestens ein Smart Speaker Modell dieses Unternehmens.

Im Kinderzimmer trotz Datenschutz-Bedenken

Besonders die Themen Datenschutz und Privatsphäre werden in Deutschland im Zusammenhang mit sprachgesteuerten Assistenten oft diskutiert. Die Mehrheit aller Deutschen (59 Prozent) konstatiert, dass sie für die Privatsphäre ein größeres Risiko darstellen als andere technische Geräte – auch die Hälfte der Besitzer von Smart Speakern denkt das. Und die Sorge um die Privatsphäre ist noch immer der Hauptgrund, warum sich selbst technikaffine Deutsche keinen Smart Speaker anschaffen.

Betrachtet man die hohe Nutzungsintensität, so scheint dieses Risiko aber letztlich egal zu sein. Die Plätze für Smart Speaker im Haushalt, weisen ebenfalls nicht auf besondere Vorsichtsmaßnahmen hin: Auch Schlafzimmer (47 Prozent), Badezimmer (34 Prozent) und sogar Kinderzimmer (16 Prozent) werden mit den Geräten ausgestattet.

Vier Anwendungsbereiche ragen bei den befragten deutschen Smart Speaker Nutzern heraus: Die meisten Anwender aktivieren damit ihre Streaming-Dienste, stellen ihrem sprachgesteuerten Assistenten verschiedene Fragen, steuern auf diese Weise ihr Smart Home oder organisieren sich. Wofür die Geräte in der vorliegenden Studie seltener genutzt werden, ist Shopping: 71 Prozent der Nutzer geben an, noch nie mittels Sprachsteuerung eingekauft zu haben. Allerdings hat dieser Wert in den letzten Monaten zugenommen: Vor der Corona-Krise waren das noch 87 Prozent.
 
 


Autor:

Julia Gundelach

ist im Specials-Team der W&V und schreibt daher jede Woche über ein neues spannendes Marketing-Thema. Dem Verlag ist sie schon lange treu – nämlich seit ihrem Praktikum bei media & marketing in 2002.


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