Studie:
Die richtige Datenstrategie steigert den Umsatz

Eine neue Studie zeigt, wie der Erfolg eines Unternehmens mit der Nutzung von Daten zusammenhängt. Ergebnis: Wer seine Daten sinnvoll nutzt, steigert die Rentabilität im Schnitt um 12,5 Prozent.

Text: Julia Gundelach

Wie hängt die Nutzung von Daten mit der Rentabilität zusammen? Das zeigt eine neue Studie.
Wie hängt die Nutzung von Daten mit der Rentabilität zusammen? Das zeigt eine neue Studie.

Daten sind die Grundlage des Erfolgs. Dass das auch tatsächlich so ist, zeigt eine neue, weltweite Studie von Splunk, die den Zusammenhang zwischen der Datennutzung und dem Erfolg eines Unternehmens untersucht. Das Ergebnis ist nicht überraschend: Eine anspruchsvollere Datenstrategie hat positive Auswirkungen und führt nicht nur zu mehr Umsatz, sondern auch geringeren Betriebskosten, mehr Innovationen, schnelleren Markteinführungen und am Ende einer gestiegenen Kundenzufriedenheit. In der Studie wurde eine Steigerung der Rentabilität im Schnitt um 12,5 Prozent des Bruttogesamtumsatzes gemessen.

Für die Studie wurden die Unternehmen in verschiedene Reifegrade der Datennutzung eingeteilt, Stufe 1 sind "Datenverwalter", also Unternehmen, die am Anfang der Implementierungsphase ihrer Datenstrategie stehen. Stufe 2 sind "Datennutzer" – Unternehmen, die ihre Daten bereits sinnvoll nutzen, bei denen aber noch Verbesserungen möglich sind. Stufe 3 sind die sogenannten "Dateninnovatoren", Unternehmen, die ihre Daten enorm strategisch nutzen und die eine anspruchsvolle Strategie verfolgen, mit der ein echter geschäftlicher Mehrwert erzielt wird.

Es zeigte sich: Im Vergleich zu den "Datenverwaltern" konnten "Dateninnovatoren" in den vergangenen 12 Monaten um 83 Prozent gestiegene Bruttoumsätze und um 66 Prozent gestiegene Nettoumsätze verzeichnen. Zudem verfügen sie über eine datenaffine Unternehmenskultur und setzen künstliche Intelligenz (AI) für die Datenanalyse ein und handeln entsprechend der Auswertung. 97 von ihnen erreichen ihre Ziele bezüglich der Kundenbindung oder konnte diese sogar übertreffen.

Deutsche Unternehmen vorne

Deutsche Unternehmen führen im weltweiten Vergleich mit 16 Prozent die Gruppe der Dateninnovatoren an. Für 60 Prozent der deutschen Befragten spielt die Erfassung, Integration und Analyse von Daten bei allen Aktivitäten des Unternehmens eine zentrale Rolle. Sie bestätigten auch am häufigsten die Aussage, dass alle geschäftlichen Entscheidungen von quantitativen Daten gestützt und belegt sein sollten. 54 Prozent der deutschen Unternehmen haben Stufe 1 der Reife ihrer Datennutzung bereits überwunden. 60 Prozent konnten die Markteinführung aufgrund einer verbesserten Datennutzung beschleunigen, 62 Prozent der deutschen Unternehmen konnten ihre Mitarbeitereffizienz bzw. -produktivität steigern und 67 Prozent haben die Produkt- bzw. Servicequalität verbessert.

Außerdem wurde in der Studie untersucht, wie sich die Datennutzung in den unterschiedlichen Branchen auswirkt. Vor allem im Finanzsektor sind sich die Unternehmen einig, dass die intelligente Datennutzung  und -analyse immer mehr zum einzigen Alleinstellungsmerkmal ihrer Branche wird. 65 Prozent der Technologieunternehmen konnten ihren Umsatz durch eine bessere Nutzung ihrer Daten steigern. 60 Prozent der Einzelhandelsunternehmen konnten ihren Umsatz durch eine bessere Nutzung ihrer Daten steigern.

Für die Studie wurden 1.350 leitende Führungskräfte und IT-Entscheidungsträger aus acht Branchen in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Australien, China und in den USA befragt.


Autor:

Julia Gundelach

ist im Specials-Team der W&V und schreibt daher jede Woche über ein neues spannendes Marketing-Thema. Dem Verlag ist sie schon lange treu – nämlich seit ihrem Praktikum bei media & marketing in 2002.


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