Deloitte-Studie: So hält sich Europa fit:
Sportbekleidung: 57 Prozent wollen nachhaltige Produkte

Es ist keine Überraschung, dass Joggen und Fitness die beliebtesten Sportarten der Deutschen sind. Deutlich überraschender ist dagegen, wer wo wie und wie viele Sportartikel kauft. Das zeigt eine Studie von Deloitte.

Text: Verena Gründel

Frauen geben deutlich weniger Geld für Sportartikel aus als Männer.
Frauen geben deutlich weniger Geld für Sportartikel aus als Männer.

65 Prozent der Deutschen treiben regelmäßig Sport – im Schnitt sogar etwas mehr als sechs Stunden pro Woche. Das zumindest sagen sie von sich selbst, wie jetzt die aktuelle, europaweite Studie Sports Retail 2020 von Deloitte zeigt. Am liebsten treiben die deutschen Sportler Fitnesssport (42,4 Prozent), sie gehen joggen (38,2 Prozent) oder schwimmen (28,6 Prozent).

Die meisten aktiven Sportler gehören länderübergreifend zur Altersgruppe der 18- bis 34-Jährigen. Eine Überraschung ist, dass in Deutschland im zentraleuropäischen Vergleich aber auch die 45- bis 65-Jährigen besonders aktiv sind.

Nachhaltigkeit wird immer wichtiger

Ihre aktiven Hobbys lassen sich die Deutschen einiges kosten: Sporttreibende geben jährlich etwa 206 Euro für ihr Hobby aus. Männer geben mit rund 249 Euro pro Jahr deutlich mehr Geld für Sportartikel aus als Frauen mit rund 164 Euro. Das Thema Nachhaltigkeit spielt eine immer größere Rolle. Länderübergreifend erklären knapp 57 Prozent der befragten Sportler eine höhere Zahlungsbereitschaft für nachhaltig produzierte Sportartikel. 

Am liebsten kauften die Befragten der Deloitte-Studie ihre Sportartikel klassisch im stationären Handel – 60 Prozent der Aktiven in Deutschland ziehen diesen Kaufkanal dem Onlinehandel vor. Der stationäre Handel wird vor allem wegen der An- und Ausprobiermöglichkeiten vor Ort gerne aufgesucht. „Persönliche Beratung ist gerade für sportlich Aktive in Europa ein wichtiger Faktor bei der Kaufentscheidung“, erklärt Karsten Hollasch, Partner und Leiter des Consumer Business bei Deloitte.

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Sportkleidung für Sportverweigerer

Sogar Nicht-Sportler kaufen gern Sportbekleidung und -equipment. Zwar investieren sie nur etwa die Hälfte der Summe, die die Aktiven ausgeben. Doch das zeigt, das Sportkleidung und Athleisure absolut im Trend liegen. 

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Autor: Verena Gründel

ist seit 2017 bei W&V, zuerst als Redakteurin im Marketingressort, jetzt als Mitglied der Chefredaktion. Sie schreibt am liebsten über Food-, Fitness-, Kosmetik- und Digitalthemen - und über spannende Marken- und Transformationsgeschichten. Wenn daneben noch Zeit bleibt, kocht und textet sie für ihren Foodblog und treibt viel Sport. Wenn sie länger frei hat, reist sie mit dem Auto durch die Welt, am liebsten durch Lateinamerika.


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