Lesetipp zum Super Bowl :
In US-Viral-Charts liegt ein Nicht-Super-Bowl-Werber vorn

Nämlich Ritz Crackers: Die Onlinevideo-Kampagne erzielte mehr Aufrufe als die Super-Bowl-Spots - und erwähnt das Sportereignis nicht einmal. Das ergab eine Auswertung für Adage.

Text: Susanne Herrmann

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Und der Sieger heißt ... Ritz Crackers. Mehr Abrufe als all die Marken, die sich für den Super Bowl gestreckt haben, erreichte die Onlinevideo-Kampagne "Big Game Snacks" (von Agency of Trillions) - gekaufte ebenso wie geteilte. 29,3 Millionen Aufrufe ergab die Auswertung von Visible Measures für das Branchenblatt "Adage". Dabei bezieht sich der Ritz-Spot, der seit Anfang Januar zu sehen ist, lediglich mit der Anspielung "Big Game" auf den Super Bowl. Weiter wird das Football-Finale nicht erwähnt.

Die restlichen Top Ten gehören dann allerdings fast komplett den Super-Bowl-Werbekunden, allen voran Wix.com (28,5 Mio.).

Nummer drei: Doritos' Ultraschall-Spot mit 27,3 Millionen Views.

Knapp dahinter liegt Hyundai (Agentur: Innocean) mit der Flucht vor Bären. Den Clip sahen gut 27 Millionen Onliner. Es war der dritte Clip der Automarke - die anderen beiden setzten auf die Promis Kevin Hart und Ryan Reynolds.

Platz fünf: Knapp 24 Millionen schauten zu, wie Alec Baldwin sich einen Spot für den #BaldwinBowl für Amazon überlegt. Agentur: Leo Burnett, Toronto. Der Teaser ging Ende Januar online.

Rang sechs belegt noch einmal eine Marke, die nicht zur Super-Bowl-Werberiege gehört. Sam's Club - ein Windelhersteller - hat aber ebenfalls einen Weg gefunden, sich mit dem Finale in Verbindung zu bringen. Das brachte 23 Millionen Views innerhalb einer Woche für die "Big Game Zen Babies" von der Agentur Tongal.

22,3 Millionen Zuschauer brachten Platz sieben für Turbo Tax (Agentur: Wieden + Kennedy). Der Super-Bowl-Teaser steht seit Ende 2015 im Netz.

Platz acht: Axe. Der Spot "Find your Magic" von 72andSunny, Amsterdam, brachte es auf 20,4 Millionen Views seit Mitte Januar.

T-Mobile belegt Rang neun mit 17,9 Millionen Aufrufen. Der Spot von Publicis, Seattle, setzt auf Rapper Drake und Humor.

Zehnter wird die "Wiener Stampede" von Heinz Ketchup und David Miami. Knapp 14 Millionen sahen den Spot im Netz seit 30. Januar.

Die Auswertung von Visible Measures berücksichtigt nicht nur organische Views, sondern auch die gesehenen Werbevideoschaltungen.


Autor:

Susanne Herrmann
Susanne Herrmann

schreibt als freie Autorin für W&V. Und setzt sich als ehemalige Textchefin und Gelegenheitslektorin für Sprachpräzision ein. Ihre Lieblingsthemen reichen von abenteuerlustigen Gründern über Super Bowl bis Video on Demand – dazwischen bleibt Raum für Medien- und Marketinggeschichten.



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