Medientage München:
Podcast auf den Medientagen: Hier geht die Reise hin

Auf den Medientagen München diskutieren wichtige Branchenvertreter:innen darüber, in welche Richtung sich das Medium Podcast entwickelt. Im Mittelpunkt der Anstrengungen steht die Generation Z.

Text: Lena Herrmann

Vor allem die Generation Z ist wichtig für die Entwicklung und Verbreitung von Podcasts.
Vor allem die Generation Z ist wichtig für die Entwicklung und Verbreitung von Podcasts.

Auf den Medientagen München diskutieren wichtige Branchenvertreter:innen darüber, wohin sich das Medium Podcast entwickelt. Neben Saruul Krause-Jentsch von Spotify unterhielten sich Laura Terberl von der Süddeutschen Zeitung und Stefan Spiegel von Funk darüber, wie sie das Thema Podcast strategisch aufsetzen. Die Frage für die Medienhäuser ist dabei auch, wie sie die Hörer:innen auf der unternehmenseigenen Plattform halten. Gleichzeitig brauchen sie die Kooperationen mit den Plattformen, um dort ihre Produkte sichtbar zu machen.

In diesem Zusammenhang entstand die Frage, wie Formate eigentlich entstehen. Saruul Krause-Jentsch, Head of Studios DACH bei Spotify beschreibt, wie Podcaster:innen ihre Themen bei Spotify pitchen können. "Ein großer Name ist nicht unbedingt ausschlaggebend", sagte sie. Wobei sie zugab, dass es für Spotify von Anfang an klar war, den YouTuber Rezo unter Vertrag zu nehmen, als er mit einer Anfrage an Spotify herantrat. Derzeit sind drei der wichtigsten Podcasts aus dem Hause Spotify, die Formate "Dick & Doof" sowie "Hobbylos" und "Offline & Ehrlich" in den Spotify-Charts ganz oben.

Die Gen Z, also die 14- bis 29-Jährigen stehen als Zielgruppe im Fokus. Nicht nur Funk fokussiert sich auf sie. Auch Spotify will mit dieser Zielgruppe wachsen. Krause-Jentsch widersprach in diesem Zusammenhang, dass junge Menschen nicht in der Lage sind, lange zuzuhören. 

"Wir müssen bei der Entwicklung von Formaten darüber nachdenken, wo uns die Menschen hören"

An eine in der Regel ältere Zielgruppe wendet sich die "Süddeutsche Zeitung" mit ihren Inhalten. Mit den regelmäßigen und frei zugänglichen Formaten arbeitet die SZ mit Spotify zusammen, während die Audio-Dokus, die hinter der Paywall laufen, mit Fyeo gemeinsam entstanden sind und im Zuge der Einstellung jetzt zu Podimo wechseln.

Bei der Entwicklung von Formaten richtet sich die "SZ" immer mehr nach den Nutzungssituationen der Hörer:innen. "Wir müssen bei der Entwicklung von Formaten darüber nachdenken, wo uns die Menschen hören", sagt Laura Terberl, die bei der "SZ" das Thema Audio verantwortet. So seien nicht automatisch lange oder kurze Formate immer besser.



Lena Herrmann
Autor: Lena Herrmann

schreibt als Redakteurin für das Marketingressort der W&V unter anderem über Sportmarken und Reisethemen. Beides beschäftigt sie auch in ihrer Freizeit. Dann besteigt sie Berge, fährt mit dem Wohnmobil durch Neuseeland und Kanada, wandert durch Weinregionen oder sucht nach der perfekten Kletterlinie.


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