"Signal für mehr Transparenz"

Gestiegen ist laut IAS auch die Gefahr, dass Online-Werbe-Anzeigen in nicht gewünschten Umfeldern landen. Im Bereich Desktop Display liege das Brand Safety-Risiko im Durchschnitt bei zwölf Prozent. Besonders gefährdet sei die Brand Safety, wenn Kampagnen mobil ausgespielt werden. Bei knapp über 18 Prozent der Mobile Web Display Impressions werden Anzeigen in zweifelhaften oder marken-schädlichen Umfeldern platziert.

Trotz der jahreszeitlichen Einflüsse hält Hülse den massiven Anstieg der betrügerischen Impressions für "wirklich beachtlich". Er rät Werbetreibenden, „ihr Schicksal selbst in der Hand zu nehmen." Mit geeigneter Technologie könne „das Betrugsrisiko von 10 auf unter ein Prozent reduziert“ werden.

Die Ergebnisse seien ein "wichtiges Signal an Publisher und Advertiser, gemeinsam Transparenz zu schaffen und in den Dialog gehen, um so das Brand Safety-Risiko zu minimieren", meint Hülse.


Autor:

Thomas Nötting
Thomas Nötting

ist Leitender Redakteur bei W&V. Er schreibt vor allem über die Themen Medienwirtschaft, Media und Digitalisierung.