Apple arbeitet an 6G – und an der ersten Keynote 2021

Apple bastelt weiterhin an der näheren und an der weiteren Zukunft. Noch mehrere Jahre entfernt ist der nächste Mobilfunkstandard 6G – für den Apple offenbar ein eigenes Modem plant. Jedenfalls sucht Apple in Anzeigen bereits Ingenieure für die neue Technologie. In dem Stellenangebot, das Bloomberg entdeckt hat, heißt es: „Sie werden im Zentrum einer Spitzenforschungsgruppe stehen, die für die Entwicklung von bahnbrechenden Funktechnologien der nächsten Generation verantwortlich sein wird.“ Dabei wird ausdrücklich "Leidenschaft für die 6G-Technologie" erwartet. Der 5G-Nachfolger soll dank künstlicher Intelligenz etwa ab dem Jahr 2030 Nutzerwünsche bereits vorab ahnen und so noch schneller arbeiten.

Wesentlich näher liegt Apples erste Keynote und Neuheitenshow 2021, die laut Cult of Mac und Economic Daily News aus Südkorea bereits am 16. März stattfinden soll. Erwartet werden in dem erneut vorproduzierten Videostream schnellere iPad Pro, ein runderneuertes iPad mini mit bis zu 9 Zoll sowie die überfälligen Bluetooth-Suchplättchen AirTags. Mit ihnen lassen sich verschusselte Gegenstände wie Smartphones oder Geldbörsen per Funkortung wiederfinden – notfalls auch aus der Sofaritze. Der Termin würde in Apples gewohnten Jahresablauf passen. Denn bereits in den letzten drei Jahren wurden die neuesten iPad Pro-Modelle jeweils in der zweiten März-Hälfte präsentiert. Apples aufgemöbeltes Profi-Tablet könnte neben einer 5G-Option erstmals ein Mini-LED-Display erhalten – als Alternative zu OLED, das im großen iPad-Format wohl zu teuer ist.

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Home-Office-Bewerbungen: Bücherregal ist der große Trumpf

Corona und der Siegeszug der künstlichen Intelligenz haben zuletzt zwei Trends verstärkt, die in unmittelbarem Zusammenhang stehen. Immer mehr Job-Interessenten schicken Video-Bewerbungen aus dem Home Office an potenzielle Arbeitgeber. Und die Firmen setzen zunehmend KI ein, um solche Bewerbungen schnell, fair und effizient zu beurteilen und zu sortieren. Solch eine Software bietet beispielsweise das Münchner Start-up Retorio an, das verspricht, dass sein System "Talent und Persönlichkeit durch künstliche Intelligenz bewerten" kann. Angeblich genügt dabei ein Ein-Minuten-Video, um für eine objektive und von menschlichen Vorurteilen freie Bewerberauswahl zu sorgen.

Eine Untersuchung des Bayerischen Rundfunks hat nun allerdings gezeigt, dass sich die Retorio-Software bisher noch extrem stark von Äußerlichkeiten wie Kleidung oder der Umgebung im Home Office beeinflussen lässt. Hierfür hat der BR Videos mit Schauspielern und Testkandidaten produziert und in die KI-Software eingespeist. Die Tests haben erheben, dass beispielsweise ein Bücherregal oder ein Bilderrahmen im Hintergrund für bessere Bewertungen sorgen. Eine Schauspielerin wurde mit Brille weniger gewissenhaft eingeschätzt als ohne Brille. Und ein Kopftuch veränderte die Bewertung in allen Kategorien. Mit bestimmten Maßnahmen gezielt manipulieren ließen sich die Ergebnisse allerdings nicht. Die Einschätzungen der KI sind sehr unterschiedlich und kaum nachzuvollziehen. Die Informatikprofessorin Katharina Zweig fordert deshalb, klare und einheitliche Regeln für künstliche Intelligenz und Gesichtserkennung zu schaffen. Der BR präsentiert seine Untersuchung in einer Visual Story.

Regal! Mit einer ansehnlichen Bibliothek sammeln Bewerber Pluspunkte.

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Joe Biden gewinnt bei Mario Kart

Joe Bidens Vorgänger Donald Trump hat lieber in Florida Golf gespielt, als in Washington zu regieren. Nachfolger Joe Biden (78) spielt lieber virtuell – und mit weitaus weniger Zeitaufwand. Er ist auf dem Präsidenten-Landsitz Camp David jetzt im Nintendo-Rennspiel "Mario Kart" gegen seine Enkelin Naomi angetreten – und hat die 27-Jährige tatsächlich besiegt. "Er ist ein bisschen eingerostet, aber er hat trotzdem knapp gewonnen", erzählte die studierte Juristin und glühende Unterstützerin ihres Großvaters in einer Instagram-Story.

Die Bloomberg-Journalistin Jennifer Epstein hat jetzt einen Screenshot der Story getwittert, auf dem Opa und Enkelin an zwei Arcade-Automaten von Nintendo zu sehen sind. So hat der große Auto- und Corvette-Fan Biden doch noch die Möglichkeit, ins Lenkrad zu greifen. Denn selbst Autofahren dürfen regierende US-Präsidenten traditionell aus Sicherheitsgründen nicht. Darüber wacht der Secret Service – der in diesem Fall, so Naomi Biden, aber eine Ausnahme machte.

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Norwegian Airlines: Geniale Werbung begeistert das Netz

Wirtschaftlich steht es um die Norwegian Air Lines derzeit nicht zum Besten. Wie so viele ihrer Konkurrenten erhält die Fluglinie Staatshilfen. Zumindest der Kreativität ihrer Werbung hat die Ebbe in der Kasse allerdings nicht geschadet. Eine geniale Anzeige des Unternehmens sorgt gerade im Netz für Begeisterung. Auf Reddit und Twitter kursiert der Screenshot eines Motivs, auf dem die Norwegian Air Lines mit Hilfe einer norwegischen Flagge überaus clever einige ihrer Destinationen zeigt.

Die norwegischen Landesfarben Rot, Weiß und Blau ergeben dabei in kleinen Kästchen wiederum die Flaggen der Niederlande, von Polen, Finnland, Frankreich und Thailand. Sie stehen für Flugziele von Amsterdam bis Bangkok. Botschaft der großartigen Werbung: "Entdecke die Welt mit Norwegian! Wir fliegen auf 417 Routen zu 126 Zielen." Für einen einzigen Tweet mit dieser Anzeige gab es allein schon über 12.000 Likes. Falls die Lufthansa Interesse an der Idee hat: Mit Schwarz-rot-gold dürfte sie leider wesentlich schwerer umzusetzen sein.

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Autor: Jörg Heinrich

ist Autor bei W&V. Der freie Journalist aus München betreut unter anderem die Morgen-Kolumne „TechTäglich“. Er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass Internet und Social Media künftig funktionieren, ohne die Nutzer auszuhorchen. Zur Entspannung fährt er französische Oldtimer und schaut alte Folgen der ZDF-Hitparade mit Dieter Thomas Heck.