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Angelina Jolie bricht Instagram-Weltrekord von Jennifer Aniston

Die großen Hollywood-Diven liefern sich auf Instagram beinharte Duelle. Nun hat Angelina Jolie ("Tomb Raider", "Salt") einen Meilenstein gesetzt. Sie ist erst seit Freitag auf Insta aktiv, und hat dabei innerhalb der ersten Stunde über 1,7 Millionen FollowerInnen gesammelt. Damit hat sie den Weltrekord ihrer ewigen Kontrahentin und Brad-Pitt-Rivalin Jennifer Aniston geradezu pulverisiert. Die "Friends"-Hauptdarstellerin steht laut der US-Ausgabe von The Sun seit 2019 im Guinness-Buch der Weltrekorde, weil sie damals "nur" 5 Stunden und 16 Minuten für die erste Million Instagram-Follower brauchte. Bei Angelina Jolie ging es jetzt noch viel schneller. Und mittlerweile kommt sie bereits auf über sieben Millionen Abos. Damit ist der Weg zu Jennifer Aniston allerdings noch weit, bei der bisher 37,8 Millionen auf den Follow-Button gedrückt haben.

Begrüßenswerterweise eröffnete die sozial engagierte Schauspielerin ihren Instagram-Account jetzt nicht mit einem Heile-Welt-Glamourbildchen oder einer Werbekooperation – sondern mit dem sehr berührenden Brief, den ein afghanisches Mädchen nach den jüngsten Ereignissen an sie schrieb. "Dies ist ein Brief, den ich von einem Mädchen aus Afghanistan erhalten habe. Im Moment verlieren die Menschen in Afghanistan die Möglichkeit, über soziale Medien zu kommunizieren und sich frei zu äußern. Deshalb bin ich auf Instagram gekommen, um ihre Geschichten und die Stimmen derer auf der ganzen Welt zu teilen, die für ihre grundlegenden Menschenrechte kämpfen", kommentiert Angelina Jolie. Auch ihr zweiter Post beschäftigt sich mit Menschen auf der Flucht. Fazit: Ein Promi-Konto mit so viel Herz und Engagement hat sich einen Weltrekord allemal verdient.

Teslas Roboter-Mensch: Das sind die Probleme

Elektroauto-Guru Elon Musk hat es wieder geschafft: Er hat der Welt ein Stöckchen hingehalten – und alle sind drüber gesprungen. Am Freitag hat Musk an Teslas "AI Day", am "Tag der künstlichen Intelligenz", angekündigt, dass der Autohersteller einen humanoiden Roboter entwickelt. Ein erster Prototyp ist demnach bereits 2022 verfügbar. Der "Tesla Bot", so Musk, "soll freundlich sein, durch eine für Menschen gebaute Welt navigieren können und gefährliche, sich wiederholende und langweilige Arbeiten eliminieren". Er stellte das Design eines 1,77 Meter großen und 56 Kilo schweren Roboters mit einem Display als Kopf vor, der auf Menschen nicht bedrohlich wirken soll – weil er sich so gemächlich bewegt, dass man ihm weglaufen kann. Die Technik mit acht Kameras und zahlreichen Sensoren, so Fortune, stammt dabei weitgehend vom Autopiloten der Tesla-Fahrzeuge.

Ob Musk hier eine echte Revolution ankündigte, oder vor allem Werbung für seine noch schwächende Autopilot-Technologie machen wollte – darüber debattieren jetzt die Experten. The Verge ist skeptisch und schreibt: "Macht nicht zu viel daraus: Der Tesla-Bot von Elon Musk ist ein Witz." Einen Roboter, der in vielen Bereichen einen Menschen ersetzen kann, so die Tech-Experten – "keine einzige Firma weltweit ist auch nur annähernd dabei, dieses Ziel zu erreichen". Autor James Vincent vermutet eher "einen sogar nach Musks Maßstäben bizarren und brillanten Scherz". Falls es der zweitreichste Mann der Welt mit seinem Bot tatsächlich ernst meint, zählt die Futurezone in einer hochinteressanten Geschichte schon mal die Herausforderungen auf, die auf seine Ingenieure warten. Bei humanoiden Robotern gibt es vor allem drei zentrale Probleme: Der menschliche Gang ist extrem schwer zu kopieren, die für alle Zwecke einsetzbaren menschlichen Hände überfordern jede aktuell vorhandene Technik – und das Gesicht muss ansprechend aussehen, aber auch nicht zu menschlich wirken.

OnlyFans: Schmuddel-Website will sauber werden

Die englische Abo-Website OnlyFans hat während Corona einen enormen Aufschwung erlebt – weil sie gerade auch für Künstler und Musiker in den Zeiten der Isolation eine der wenigen Möglichkeiten war, ihre Arbeit zu vermarkten. Das Motto lautet dabei: "Mach mit, um Geld zu verdienen und mit deinen Fans zu interagieren." Nach eigenen Angaben hat OnlyFans bereits über 130 Millionen Nutzer, von den mehr als zwei Millionen eigene Inhalte einstellen. Das wahre Erfolgsgeheimnis des Portals ist aber der Schmuddel-Content mit pornografischen Inhalten, den jede Menge Nutzer dort gegen Gebühr anbieten. Damit soll nun Schluss sein. Zum 1. Oktober treten laut Bloomberg bei OnlyFans neue Nutzungsbedingungen in Kraft, die die Veröffentlichung sexuell expliziter Bilder, Videos und Livestreams verbieten.

Zahllose Camgirls (und Boys) aus aller Welt würden damit eine profitable und in Coronazeiten gesundheitlich unproblematische Einnahmequelle verlieren – was viele Beobachter durchaus kritisch sehen. Die Kehrtwende bei OnlyFans kam nicht wegen moralischer Bedenken zustande – sondern offenbar auf den Druck von Zahlungsdienstleistern hin, die nicht mehr bereit sind, die Transaktionen für den Porno-Content der Website abzuwickeln. Auch Investoren, die die Betreiber derzeit dringend suchen, sollen auf ein "sauberes" Portal drängen. In einer Stellungnahme heißt es verschämt: "Um die langfristige Nachhaltigkeit der Plattform zu gewährleisten, müssen wir die Inhaltsrichtlinien weiterentwickeln."

So sauber und züchtig geht es bei OnlyFans sonst eher nicht zu.

So sauber und züchtig geht es bei OnlyFans sonst eher nicht zu.

Alexa: Vorname immer unbeliebter

Immer weniger Menschen möchten, dass ihre Töchter so heißen wie eine umstrittene virtuelle Assistentin. Wie The Atlantic berichtet, rauscht die Beliebtheit des Namens Alexa in den USA und anderen Ländern immer weiter in den Keller. Und das hat offensichtlich damit zu tun, dass der Name zum allergrößten Teil mit der Amazon-Sprachassistentin verbunden wird. "Amazon hat den Namen Alexa getötet", ist die Geschichte überschrieben. Und weiter heißt es: "Die Eltern fliehen vor einem Namen, der im besten Fall lästig ist und im schlimmsten Fall mit Unterwürfigkeit assoziiert werden kann."

Nachdem in den USA jahrelang sehr gleichbleibend pro eine Million Geburten rund 1.100 Kinder auf den Namen Alexa getauft wurden, stieg diese Zahl 2014 mit der Einführung der Amazon-Assistentin kurzfristig auf über 1.500 Kinder – um danach auf mittlerweile nur noch gut 300 Kinder pro einer Million Geburten abzustürzen. Laut der Experten der Namens-Website Namerology ist das ein typisches Phänomen, wenn Eltern die Befürchtung haben, dass ein Name ihren Kindern schaden könnte. Im Falle der willenlosen Wünsche-Erfüllerin Alexa wären das sicherlich allgegenwärtige Aufforderungen à la "Alexa, bind mir die Schuhe zu", "Alexa, mach das Licht aus" – oder was auch immer. Zur Verwendung der Namen der Konkurrenz-Assistentinnen Siri und Cortana gibt es dagegen keine Statistiken.

Alexa in der Namenskrise. Wer will schon heißen wie eine virtuelle Assistentin?

Alexa in der Namenskrise. Wer will schon heißen wie eine virtuelle Assistentin?



Autor: Jörg Heinrich

ist Autor bei W&V. Der freie Journalist aus München betreut unter anderem die Morgen-Kolumne „TechTäglich“. Er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass Internet und Social Media künftig funktionieren, ohne die Nutzer auszuhorchen. Zur Entspannung fährt er französische Oldtimer und schaut alte Folgen der ZDF-Hitparade mit Dieter Thomas Heck.