In den schalldichten Kabinen für bis zu vier Personen können die Kunden ihre eigenen Podcasts aufnehmen. Eine einstündige Sitzung kostet 60 Dollar. Staples stellt einen Tontechniker bereit und hilft auf Wunsch mit Spezialisten der Firmen iHeartRadio, Spreaker und We Edit Podcasts bei der Produktion, Verteilung und Vermarktung. Mit seinen neuen "Staples Connect"-Stores folgt der Bürobedarfs-Spezialist dem von Apple mit angestoßenem Trend, Läden in öffentliche Treffpunkte zu verwandeln, in denen die Kunden nicht nur einkaufen, sondern sich auch aufhalten, lernen und kreativ werden.

Kopierpapier, Schreibtische – und ein Podcast-Studio. Diesen Mix bieten die neuen "Staples Connect"-Läden.

Kopierpapier, Schreibtische – und ein Podcast-Studio. Diesen Mix bieten die neuen "Staples Connect"-Läden.

Google-Bilder nicht mehr männlich oder weiblich

Nutzer von Googles Bilderkennungs-Software "Cloud Vision" können Fotos und Porträts ab sofort nicht mehr als "männlich" oder "weiblich" markieren. Google hat diese Kategorien aus seiner Programmierschnittstelle (API) für Cloud Vision entfernt. Der Schritt soll dazu führen, dass künstliche Intelligenz quasi toleranter wird und verhindern, dass die Software Menschen in eindeutige Schubladen wie "Mann" und "Frau" steckt. Denn in vielen Fällen funktioniert das ohnehin nicht mehr. Bei der Geschlechtszuordnung von Trans-Personen liegt künstliche Intelligenz in aller Regel bei einem Drittel der Menschen falsch.

Entwickler können Cloud Vision dazu verwenden, um den Inhalt von Bildern wie Gesichter, Tiere, Markenlogos oder Gegenstände mittels künstlicher Intelligenz zu erkennen. Entwickler Sriram Sharma hat eine Mail zu der API-Änderung von Google erhalten, die er nun auf Twitter veröffentlicht hat. Darin heißt es: "Da das Geschlecht einer Person nicht von ihrem Aussehen abgeleitet werden kann, haben wir beschlossen, diese Kennzeichnungen zu entfernen, um uns an die Grundsätze der künstlichen Intelligenz bei Google anzupassen, insbesondere an Grundsatz 2: Vermeide es, ungerechtfertigte Vorurteile zu schaffen oder zu verstärken."

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Kitchen possible: Kinder-Küche mit Alexa

Kinder lieben es auch heute noch, mit kleinen Kaufmannsläden und Küchen zu spielen. Das US-Unternehmen KidKraft will den Klassiker jetzt in die neue Zeit befördern – mit der ersten Kinder-Küche, die sich per Alexa-Sprachsteuerung bedienen lässt. Das "2-in-1 Alexa Kitchen and Market"- Spieleset feierte gerade auf der Messe "Toy Fair" Premiere und soll zum Weihnachtsgeschäft 2020 für 299 Dollar erscheinen. Amazon-Assistentin Alexa unterhält sich darin mit den Kindern, liefert Rezepte und Einkaufslisten, und versorgt die Kleinen mit Küchen-Tipps. Für Eltern, die sich aus guten Gründen unwohl dabei fühlen, dass Alexa zur neuen besten Spielkameradin ihrer Kinder wird, hat Hersteller KidKraft den Alexa-Zugriff der Mini-Küche beschränkt.

Die Assistentin lässt sich hier nur für Befehle nutzen, die mit der Kinderküche zu tun haben. Alle anderen Funktionen sind gesperrt. Experten zeigen sich dennoch besorgt – nicht zuletzt, weil Kinder, die häufig mit Alexa sprechen, oft einen herrischen Tonfall entwickeln, um die Assistentin zu kommandieren. Kate Kozuch, Autorin der Hardware-Website Tom’s Guide, erinnert sich in ihrem Bericht an die Zeit, als Kinder noch keine Alexa brauchten, um Spaß am Spielen zu haben: "Als ich ein Kind war, hatte ich ein gebrauchtes Küchenset mit kaputten Teilen und abgesplitterter Farbe. Und ich liebte es sehr. Ich benutzte meine Fantasie für Rezepte, und das war alles, was ich brauchte." Ihr Fazit: "Die Alexa-Spielküche ist clever – und ganz schön gruselig."

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Die Erde ist flach: "Mad Mike" stirbt bei Raketenabsturz

"Die Erde ist eine Scheibe." Von dieser im Allgemeinen als veraltet geltenden Theorie war der US-Stuntman und Amateur-Astronaut Mike Hughes felsenfest überzeugt. Nun ist der 64-Jährige als Passagier beim Absturz einer selbstgebauten Rakete in der kalifornischen Wüste zwischen Los Angeles und Las Vegas ums Leben gekommen. Der als "Mad Mike" bekannt gewordene Hughes wollte mit seiner neuesten Rakete eine Höhe von 1.500 Metern erreichen, um Beweise für seine "Flat-Earth-Theorie" zu sammeln.

Der US-Sender Science Channel filmte den neuesten und tragischerweise auch letzten Stunt von "Mad Mike" für seine geplante Serie „Homemade Astronauts“ (Eigenbau-Astronauten). Die Rakete mit Passagier Hughes verlor bereits kurz nach dem Start ihren Rettungsfallschirm und prallte dann aus großer Höhe ungebremst auf den Boden. Eines der Videos des Unfalls kommt bei Twitter mittlerweile auf gut drei Millionen Klicks. Vor seinem Tod hatte Mike Hughes gegenüber AP nochmals bekräftigt, dass die Erde "flach wie eine Frisbee" sei, und dass er dies mit einem Weltraumflug einer seiner dampfbetriebenen Raketen beweisen wolle.

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Autor:

Jörg Heinrich

ist Autor bei W&V. Der freie Journalist aus München betreut unter anderem die Morgen-Kolumne „TechTäglich“. Er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass Internet und Social Media künftig funktionieren, ohne die Nutzer auszuhorchen. Zur Entspannung fährt er französische Oldtimer und schaut alte Folgen der ZDF-Hitparade mit Dieter Thomas Heck.