iPad Pro mit 11 und 12,9 Zoll: Die Nachfolger stehen vor der Tür.

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Tetris-Weltmeister stirbt mit 39

Er war quasi der Lionel Messi des Klötzchen-Stapelns. Nun ist der siebenfache Tetris-Weltmeister Jonas Neubauer mit nur 39 Jahren gestorben, wie am Wochenende auf seinem Twitter-Konto bestätigt wurde. Dort heißt es: "Schweren Herzens überbringen wir die schreckliche Nachricht, dass Jonas an einem plötzlichen medizinischen Notfall verstorben ist. Er war der absolut Beste. Wir sind am Boden zerstört, überwältigt von Trauer und vermissen ihn jetzt schon sehr. Informationen folgen, sobald sie verfügbar sind." Der Kalifornier wurde bei der WM-Premiere 2010 erster Tetris-Weltmeister. Seither war er hauptverantwortlich dafür, dass sich der Puzzle-Klassiker zu einem anerkannten E-Sports-Wettbewerb mauserte.

Auch der offizielle Tetris-Account auf Twitter trauert: "Dies ist ein enormer Verlust in jeglicher Hinsicht. Jonas Neubauer war einer der größten klassischen Tetris-Spieler aller Zeiten, in Bezug auf Können, Geist und Freundlichkeit." Unter dem Namen NubbinsGoody war der Tetris-Champion auch auf Twitch aktiv und streamte dort Spiele wie "The Last of Us Part 2". Seit ihn eine Zeitungsmeldung versehentlich als "60-Jährigen aus Albacete" bezeichnete, hatte er die spanische Stadt quasi als zweite Heimat angenommen, dort waren seither seine größten Fans zuhause. Ein Erinnerung-Fonds für Neubauers Andenken und seine Familie hat mittlerweile knapp 50.000 Dollar eingesammelt.

Schluss mit WhatsApp! Das Signal von Elon Musk

"Use Signal" – "Benutzt Signal". Zwei Worte in einem Tweet von Tesla-Chef Elon Musk genügten jetzt, um die Server der WhatsApp-Alternative Signal kurzfristig zusammenbrechen zu lassen. Die Technik des US-Messengers konnte den Ansturm neuer Nutzer nicht mehr bewältigen. Innerhalb einer Stunde war die Panne aber behoben. Signal wird von einer gemeinnützigen Stiftung betrieben und gilt als besonders datenschutzfreundlich. Einer der wichtigsten Unterstützer ist ausgerechnet WhatsApp-Mitgründer Brian Acton, der sich schon vor Jahren wegen des wachsenden Zugriffs auf Nutzerdaten mit Facebook überworfen hatte. Die Signal-Entwickler haben sich das "Zero-Knowledge-Prinzip" auf die Fahnen geschrieben. Das bedeutet, das sie keinerlei Informationen darüber erhalten, welcher Nutzer über die App für iOS und Android wann mit wem worüber redet. Hintergrund der Musk-Aufforderung, Signal zu verwenden, sind die neuen Datenschutzschutzbestimmungen von WhatsApp, denen Nutzer bis 8. Februar verpflichtend zustimmen müssen. Ansonsten können sie das Programm nicht mehr verwenden.

WhatsApp-Mutterkonzern Facebook räumt sich darin das Recht ein, auf alle Daten aus dem Messenger wie Telefonnummern, IP-Adressen oder Adressbuch-Kontakte zugreifen zu können, und diese auch für andere Dienste zu nutzen. Als Facebook WhatsApp 2014 übernommen hatte, hieß es noch, dass das weder gewollt noch technisch möglich sei. Nun, so der Standard, wurde diese Behauptung endgültig als "Lüge" enttarnt. Grundsätzlich gilt die Zwangs-Zustimmung der WhatsApp-Nutzer zwar nur außerhalb der Europäischen Union. Denn wegen der strengeren Datenschutzvorschriften der EU muss Facebook bei uns auf den erweiterten Zugriff verzichten. Allerdings behält sich der Zuckerberg-Konzern in den neuen Bestimmungen das Recht vor, Informationen auszutauschen, "um die Sicherheit und Integrität aller Produkte von Facebook-Unternehmen zu fördern". Über dieses Hintertürchen können die Daten von WhatsApp-Nutzern also doch angezapft werden.

Donald T. twittert weiter, Schwarzenegger zieht das Schwert

Der Sturm aufs Kapitol in Washington vom letzten Mittwoch hielt die Welt auch am Wochenende noch in Atem. Beobachter wie MSNBC gehen mittlerweile davon aus, dass Donald Trump auf ein noch größeres Chaos und auf ein regelrechtes Blutbad gehofft hatte. Der Präsident hätte dann womöglich den Notstand ausrufen, das Parlament entmachten und die offizielle Berufung seines Nachfolgers Joe Biden verhindern können. Nach Trumps endgültiger Löschung bei Twitter sind viele seiner Anhänger zunächst auf das weitgehend unregulierte Netzwerk Parler ausgewichen. Bevor sich der scheidende Präsident hier eine neue Plattform aufbaut und zu noch mehr Gewalt aufruft, haben Apple, Google und Amazon am Wochenende aber den Stecker gezogen, so Gizmodo.

Zunächst Google und dann auch Apple entfernten die Parler-App aus ihren Stores, nachdem sich der Betreiber nicht imstande gesehen hatte, für eine ausreichende Moderation seiner Beiträge zu sorgen. Amazon, auf dessen AWS-Servern die Plattform lief, beendete das Hosting. Nach Angaben von Parler ist das Netzwerk damit für mindestens eine Woche offline. Zwei der meistgelesenen Social-Media-Beiträge stammten am Wochenende vom ehemaligen EU-Ratspräsidenten Donald Tusk aus Polen, und von "Terminator" und Ex-Gouverneur Arnold Schwarzenegger. Tusk twitterte listig: "Ich werde auf jeden Fall weiter twittern, Donald T." Und Schwarzenegger stellte ein ebenso pathetisches wie doch beeindruckendes Video online, in dem er das Schwert aus seinem Film "Conan der Barbar" mit der von Trump attackierten US-Demokratie vergleicht: "Je länger man sie schmiedet, desto stärker werden sie." Das Video kommt mittlerweile allein bei Twitter auf knapp 30 Millionen Views.

 

Sex and the City: Wer bekommt die Neuauflage?

Nun ist es offiziell: Eine der erfolgreichsten, beliebtesten und stilbildendsten TV-Serien aller Zeiten kehrt zurück. 23 Jahre nach der Premiere 1998 startet der US-Streamingdienst HBO Max unter dem Titel "And just like that" eine Neuauflage von "Sex and the City". Mit Sarah Jessica Parker, Kristin Davis und Cynthia Nixon sind drei der damaligen Hauptdarstellerinnen wieder an Bord. Kim Cattrall alias "Samantha Jones", die sich schon vor Jahren mit ihren Kolleginnen zerstritten hatte, ist dagegen nicht mehr zu sehen. Laut HBO-Pressemitteilung, aus der DWDL zitiert, soll das verbliebene Damen-Trio in der Fortsetzung "die Reise von der komplizierten Realität des Lebens und der Freundschaft in den Dreißigern zur noch komplizierteren Realität des Lebens und der Freundschaft in den Fünfzigern" antreten.

Geplant ist demnach zunächst eine Mini-Serie mit zehn halbstündigen Folgen, für die im kommenden Frühjahr die Dreharbeiten in New York beginnen sollen. Die drei Hauptdarstellerinnen haben auf ihren Social-Media-Kanälen jetzt einen ersten Teaser veröffentlicht, ausgestattet mit dem Hashtag #SATCNextChapter. Weil HBO Max auf absehbare Zeit in Deutschland nicht startet, ist noch unklar, wo "And just like that" (einer der Lieblingssprüche von Parkers "Carrie Bradshaw" in der Serie) hierzulande zu sehen sein wird. Nachdem HBO-Mutterkonzern Warner Ende 2019 aber eine neue mehrjährige Kooperation mit Sky vereinbart hatte, dürfte es auf den Unterföhringer Bezahlsender hinauslaufen.



Autor: Jörg Heinrich

ist Autor bei W&V. Der freie Journalist aus München betreut unter anderem die Morgen-Kolumne „TechTäglich“. Er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass Internet und Social Media künftig funktionieren, ohne die Nutzer auszuhorchen. Zur Entspannung fährt er französische Oldtimer und schaut alte Folgen der ZDF-Hitparade mit Dieter Thomas Heck.