Großer Leak zum faltbaren Samsung Galaxy Fold 2

Wir legen unser Gesicht schon mal vorsorglich in Falten. Die endgültigen Specs für das nächste faltbare Samsung-Smartphone "Galaxy Fold 2" liegen jetzt vor: Das asiatische Portal ETNews (hat nix mit "nach Hause telefonieren" zu tun...) berichtet, dass das Display satte 7,7 Zoll groß ist. Klappt man das Fold 2 zusammen, wird ein Cover-Display von 6,2 Zoll sichtbar. Der Hauptbildschirm wird mit 120 Hz Bildwiederholungsrate takten, das Cover-Display nur mit 60 Hz. Die Maße des gefloppten Vorgängers: 15,3 x 12,3 cm im ausgeklappten Zustand.

Spannende Fragen: Gelingt es den Südkoreanern diesmal, Scharniere zu verbauen, die eine lange Haltbarkeit aufweisen – und wie anfällig ist die Falz des ultradünnen Bildschirms (das Glas stammt von der deutschen Firma Schott)? Eine ähnliche Technik wird auch schon im Galaxy Z Flip verbaut. Das Fold 2 soll im August auf den Markt kommen, dann auch mit einer optimierten Kamera und einem "Günstig"-Modell mit kleinerem Speicher. Der Preis ist noch unbekannt.

Aus asiatischen Zuliefererkreisen geleakt: Die wichtigsten Kennziffern des kommenden Samsung Fold 2.

Aus asiatischen Zuliefererkreisen geleakt: Die wichtigsten Kennziffern des kommenden Samsung Fold 2.

Apple mit Zensur in China?

Hat Apple sich in China Regierungsanweisungen gebeugt? Im Reich der Mitte hat das Unternehmen die in Asien beliebte Podcast-App Pocket Casts aus dem App Store entfernt. Die Betreiber von Pocket Casts sprechen von Zensur. Apple hat laut Angaben der Podcast-Macher auf eine "Anfrage" der Cyberspace Administration of China reagiert. Staatliche Behörden hatten Pocket Casts zuvor aufgefordert, "bestimmte Inhalte" zu löschen. Pocket Casts weigerte sich. Und erhält mit dem Rauswurf nun die Quittung.

Viele Websites und Dienste sind in China gesperrt, weil die diktatorische Staatsmacht es will. Viele Chinesen setzen daher auf VPN-Lösungen, um Zensur von Inhalten zu umgehen. Apple selbst hat sich noch nicht zu den Gründen für den Rauswurf von Pocket Casts geäußert. Zuletzt sah sich das Unternehmen Activision einem Shitstorm ausgesetzt, da es auf Druck der chinesischen Diktatoren einen YouTuber gesperrt hatte, der in seinem Kanal gegen die Abschaffung demokratischer Regeln in Hongkong protestiert hatte. Immer wieder wird Firmen  vorgeworfen, wirtschaftliche Interessen in China höher einzuordnen als das Recht auf freie Meinungsäußerung.

Pocket Casts selbst ist aber auch kein unbescholtenes Blatt: So hatten sich die Betreiber lange geweigert, die Inhalte von InfoWars, einer rechten Plattform für Verschwörungstheoretiker, aus ihrer App zu löschen, obwohl demokratische Protest-Organisationen vehement darum gebeten hatten.

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Twitter testet Emoji-Reaktionen

Twitter auf den Spuren von Facebook: Der Konzern arbeitet offenbar an der Integration von Emoji-Reaktionen. Schon 2015 experimentierte Twitter mit einem solchen Feature, verwarf die Idee dann aber wieder. Die App-Expertin Jane Manchun Wong hat nun aber einen Screenshot gepostet, der eine Oberfläche für Tweet-Reaktionen zeigt: So könnten Twitter-User künftig virtuell weinen, lachen oder ein schockiertes Gesicht zeigen.

Erst kürzlich hatte Twitter die Option eingeführt, auf Direktnachrichten mit Emojis zu reagieren. Ob die Twitter-Emojis diesmal über die Testphase hinaus eine Chance erhalten, wird sich in den nächsten Monaten zeigen. Twitter testet außerdem eine weitere Funktion, mit der ein Benutzer verhindern kann, dass Personen Kommentare zu einem Tweet abgeben. Mit dieser Funktion würden sich Antworten auf den Beitrag beschränken lassen.

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Weltweit erste Haftstrafe via iPhone-Skype

In Carlisle (England) ist ein Straftäter vom Richter via Skype übers iPhone in den Knast geschickt worden. Videoanhörungen sind in Corona-Zeiten weltweit an der Tagesordnung – mittels Laptop. Laut dem Portal News&Star war es aber das erste Mal, dass ein Verbrecher mittels iPhone in Haft landete. Richter Nicholas Barker wollte eigentlich sein Laptop fürs Urteil nutzen.  Das Gerät versagte aber den Dienst. Barker öffnete daraufhin notgedrungen sein iPhone: "Ich werden die Anhörung mit dem iPhone durchführen – ein Wunder der modernen Technologie".

Der ungewöhnliche Weg ist der COVID-19-Pandemie geschuldet. Laut der britischen Regierung müsse Social Distancing auch im Gerichtssaal gelten. Der Angeklagte Andrew Ryan (41) hatte die Straftat an seinem Bruder bereits im Vorfeld zugegeben – Matthew Ryan überlebte den Messerangriff mit einer schweren Lungenverletzung.  

Und damit wünschen wir ein Wochenende mit viel Freigang. Bis Montag bei TechTäglich!

In virtuelle Handschellen gelegt: Der Richter schickte den Straftäter über iPhone-Skype in Haft.

In virtuelle Handschellen gelegt: Der Richter schickte den Straftäter über iPhone-Skype in Haft.



Autor: Michael Gronau

ist Autor bei W&V. Der studierte Germanist interessiert sich besonders für die großen Tech-Firmen Apple, Google, Amazon, Samsung und Facebook. Er reist oft in die USA, nimmt regelmäßig an Keynotes und Events teil, beobachtet aber auch täglich die Berliner Start-up-Szene und ist unser Gadget- und App-Spezialist. Zur Entspannung hört er Musik von Steely Dan und schaut Fußballspiele seines Heimatvereins Wuppertaler SV.