Neben den Volksbanken und Raiffeisenbanken sind drei weitere kleine Institute mit Apple Pay an den Start gegangen: apoBank, BBBank und PSD. Überhaupt ist der mobile Finanzmarkt in dieser Woche erwacht: Auch bei Fitbit Pay, dem Bezahldienst des Fitness-Zubehöranbieters Fitbit, gibt es eine Neuerung. Fitbit Pay steht ab sofort auch für Kunden der Commerzbank bereit. Und zu Wochenbeginn hatte es Leaks gegeben, dass Google an einer eigenen Kreditkarte ("Google Card") in Konkurrenz zur Apple Card arbeitet. Dort ist das Release-Datum aber noch offen.

realme startet in Deutschland

Zielgruppe: Junge Trendsetter. So will der chinesische Konzern realme jetzt auch den deutschen Smartphone-Markt erobern. Aktuell hat das Unternehmen hierzulande seine ersten Geräte gelauncht – das realme 6, das realme 6i und das realme C3, Einstiegsmodell aus der neuen Produktreihe realme C. Das Flaggschiff realme 6 ist in der Mittelklasse zu verorten. Das LCD-Display ist mit 6,5 Zoll Diagonale bei 2.400 x 1.080 Pixeln Auflösung und 90 Hz aber für diese Kategorie außerordentlich gut. Außerdem lässt sich das realme 6 mit 30-Watt-Schnellaufladung wieder flott machen. Der Akku ist mit 4300 mAh erstaunlich groß. Auch mit dem Arbeitsspeicher (bis zu 8 GB RAM) punkten die Chinesen, die auf Android 10 setzen, mit realme UI aber ihr eigenes Betriebssystem überstülpen. Die Preise sind fürs Gebotene fair: 4 GB + 64 GB kosten 229,90 Euro, 4 GB + 128 GB 269,90 Euro, 8GB + 128 GB 299,90 Euro. Das realme 6 ist ab heute, 12 Uhr, vorbestellbar. Ab 27. April wird ausgeliefert. Wer nicht direkt beim Hersteller kauft, sondern bei Amazon, otto.de, Preisbörse 24, Alternate oder notebooksbilliger, erhält zum Launch noch mal jeweils 20 Euro Rabatt auf die Geräte. Kurz noch zum realme 6i und realme C3: Beide Geräte können mit dem preiswerten Flaggschiff bei den Specs nicht mithalten, dafür wird realme hier aber mit 199,99 bzw. 159,90 Euro zum Preisbrecher.

Alexa-Telefonate: Amazon und Vodafone kooperieren 

Amazon und Vodafone haben mit „Vodafone OneNumber“ eine Telefon-Allianz geschmiedet. Wer die Sprachassistentin über einen kompatiblen Speaker nutzt, kann an das Gerät jetzt seine Vodafone-Mobilfunknummer übertragen. Danach sind freihändig ausgehende Anrufe möglich. Dazu muss das Smartphone nicht mehr in Reichweite liegen. Vodafone ist damit in Deutschland Vorreiter bei Anrufen per Sprachbefehl. Vodafone denkt an diverse Einsatzszenarien: „Situationen, in denen die Hände gerade nicht frei sind oder das Smartphone nicht greifbar ist – beispielsweise beim Kochen, Wäsche waschen oder Relaxen auf der Couch.“ Ist ein Kontakt noch nicht im Telefonbuch gespeichert, kann die Festnetz- oder Mobilfunknetz-Nummer auch per Voice diktiert werden. Weiterer Vorteil laut Vodafone: „Auch wenn der Akku des Smartphones leer ist oder Kunden gar ihr Smartphone verlieren, funktionieren ausgehende Anrufe mit Alexa über Vodafone OneNumber dennoch. Eine Funkverbindung zum Smartphone ist nicht nötig.“ Wer OneNumber aktivieren möchte, erledigt das in der Alexa-App unter Einstellungen -> Kommunikation -> Vodafone. Vorausgesetzt wird ein entsprechender Tarif: Red, Red+ Allnet, Young, Black, SMART L/ L+/XL oder IN. Die Abrechnung erfolgt zu den Konditionen des jeweiligen Mobilfunk-Tarifs.

Als Elon Musk oder Steve Jobs in Zoom konferieren

Machine Learning wird immer intelligenter: Dem Entwickler Ali Aliev gelang es jetzt, Gesichter von lebenden und toten Prominenten aufs eigene Gesicht in Zoom-Konferenzen zu spiegeln. Seine Software Avatarify setzt den Austausch der Bilder laut einem Bericht von Motherboard in Echtzeit um. Dies wäre mit Deep Fakes nicht möglich. Neben Rapper Eminem oder Albert Einstein stehen als Demo auch Steve Jobs und Mona Lisa bereit. Aliev hat für die Konzeption nur wenige Stunden benötigt. Zum Launch hat er seine eigenen Kollegen veralbert und sich als Elon Musk in eine Zoom-Konferenz eingeschaltet: „Oh, ich glaube, ich bin in eine falsche Konferenz geraten.“



Autor: Michael Gronau

ist Autor bei W&V. Der studierte Germanist interessiert sich besonders für die großen Tech-Firmen Apple, Google, Amazon, Samsung und Facebook. Er reist oft in die USA, nimmt regelmäßig an Keynotes und Events teil, beobachtet aber auch täglich die Berliner Start-up-Szene und ist unser Gadget- und App-Spezialist. Zur Entspannung hört er Musik von Steely Dan und schaut Fußballspiele seines Heimatvereins Wuppertaler SV.