Disney+ mit Werbe-Offensive in Deutschland

Doppelte Werbe-Aktion! Der neue Streaming-Dienst Disney+ startet offiziell am 24. März in Deutschland. Dafür wird bereits jetzt eifrig getrommelt, denn die Konkurrenz ist mit Netflix, Amazon Prime Video und Apple TV+ groß. Wer sich bis 23. März dafür entscheidet, gleich ein Jahr im Voraus für Disney+ zu zahlen, erhält mit 59,99 Euro einen Vorzugspreis (entspricht 5 Euro/Monat und liegt damit preislich auf einer Linie mit Apple TV+). Regulärer Jahrespreis: 69,99 Euro. Wer monatlich zahlt, wird mit 6,99 Euro zur Kasse gebeten.

Doch Disney+ bietet nicht nur einen Deal an, sondern sorgt auch im Free-TV für einen großen Werbe-Effekt. Am 22. März, also zwei Tage vor dem Disney+-Start, richtet Disney+ mit Partner Pro7 im Free-TV einen "Star Wars Day" aus. Ab 21.15 Uhr wird die Free-TV-Premiere von "Star Wars: Die letzten Jedi" zu sehen sein. Bereits um 20.15 Uhr gibt es im Free TV bei Pro7 kostenlos die erste Folge der schwer gehypten Disney+-Serie "The Mandalorian". Die Folgen 2 bis 10 der 1. Staffel sind danach nur exklusiv auf Disney+ zu sehen – leider im Wochenrhythmus und nicht auf einen Schlag zum Binge-Watchen.  

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Preis-Schock bei beliebter Gesundheits-App Kaia

Die Gesundheits- und Fitness-App Kaia gilt vielen Nutzern als verlässliche Hilfe bei Rückenproblemen. Anhand von Video-Tutorials zeigt das Programm Übungen, die auch daheim erledigt werden können. Dass der Abo-Wahn in den App Stores immer weiter zunimmt, ist bekannt. Doch Kaia setzt dem Ganzen jetzt die Krone auf: Bisher kostete die App 95,99 Euro im Jahr.

Ab sofort verlangt Kaia von Neukunden aber 99,99 Euro – nicht pro Jahr, sondern pro Monat. Zwar zahlen Bestandskunden weiterhin den alten Preis, doch Neu-Interessenten müssen sich genau überlegen, ob ihnen ein gesunder Rücken bis zu 1000 Euro im Jahr wert ist. Einzige Hoffnung: Diverse deutsche Krankenkassen sind von Kaia offenbar so überzeugt, dass sie ihren Mitgliedern nach Prüfung die Gebühren für Kaia erlassen.

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Coronavirus: Foxconn lockt Arbeiter mit Boni

Die Coronavirus-Krise schwächt die chinesische Wirtschaft, viele Produktionsbänder stehen still – und die Leitenden Angestellten müssen sich Einiges einfallen lassen, um verängstigte Arbeiter wieder in die Firmen zu locken. Auch das Unternehmen Foxconn, ein Zulieferer für viele Tech-Firmen wie Apple und Samsung, versucht, kreativ zu sein, zumal dort Anfang des Monats nur etwa 10 Prozent der Angestellten zur Arbeit erschienen waren.

Daher bietet der Konzern Rückkehrern nun diverse Boni an: einen kostenlosen Shuttle-Bus zur Arbeit, Essen und Unterkunft für alle Mitarbeiter auf dem Gelände der Produktionshallen. Außerdem erhalten alle Rückkehrer und auch neue Arbeiter eine Bonus-Zahlung. Foxconn versprach parallel, Desinfektions-Aktionen auszuweiten, um die weitere Verbreitung des Virus zu verhindern.

Straßensperren, Fabrikschließungen: China kämpft gegen die weitere Verbreitung des Coronavirus.

Straßensperren, Fabrikschließungen: China kämpft gegen die weitere Verbreitung des Coronavirus.

Merke: Kein Gangster hat ein iPhone

Interessante Marketing-Pointe in einem Vanity-Fair-Interview des Star-Wars-Regisseurs Rian Johnson, der für "Episde VIII: Der letzte Jedi" verantwortlich zeichnete: Apple erlaubt zwar Produktplatzierungen in Filmen, aber ausgeschlossen ist, dass Gangster in Filmen mit iPhones zu sehen sind. Das untersagen laut Johnson Apples Werberegeln (im Video unten ab Minute 2:50): "Sie können iPhones in Filmen verwenden, aber - und das ist sehr wichtig, wenn Sie sich jemals einen mysteriösen Film ansehen - Bösewichte können keine iPhones vor der Kamera haben." Und weiter: "Denken Sie also daran, dass jemand, der in einem Film ein iPhone verwendet, kein schlechter Charakter ist."

Das Portal macrumors zitiert aus Apple-Richtlinien: Produkte dürften "nur im besten Licht, in einer Weise oder in einem Kontext gezeigt werden, der sich positiv auf die Apple-Produkte und auf Apple Inc. auswirkt." Heißt also: Den Film, in dem ein Verbrecher sein Opfer mit einem iPhone niederschlägt, wird es nie zu sehen geben…

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Autor: Michael Gronau

ist Autor bei W&V. Der studierte Germanist interessiert sich besonders für die großen Tech-Firmen Apple, Google, Amazon, Samsung und Facebook. Er reist oft in die USA, nimmt regelmäßig an Keynotes und Events teil, beobachtet aber auch täglich die Berliner Start-up-Szene und ist unser Gadget- und App-Spezialist. Zur Entspannung hört er Musik von Steely Dan und schaut Fußballspiele seines Heimatvereins Wuppertaler SV.