Dabei ist geplant, mit der Technologie ausgestattete Sicherheitskameras flächendeckend in den Stadien und Austragungsorten zu stationieren. Sie sollen die Gesichter und Körperoberflächentemperaturen von Sportlern, Journalisten oder Fans aufzeichnen und automatisch feststellen, ob sie Mund-Nasen-Schutz tragen. Bereits die obere Hälfte des Gesichts, die die Maske freilässt, genügt für die Identifizierung. So können die Organisatoren die Wege und Kontaktpersonen möglicher Infizierter überall auf dem Olympischen Gelände nachvollziehen. Virusträger können dann isoliert, und ihre Kontakte benachrichtigt und getestet werden. Der Preis für die Austragung des Sport-Spektakels wäre damit enorm hoch. Denn die Olympischen Überwachungsspiele klingen eher nach Orwells 1984 als nach 2021.

Aus Tokio 2020 wird Tokio 2021 – aber auch dieser Termin ist längst fraglich.

Aus Tokio 2020 wird Tokio 2021 – aber auch dieser Termin ist längst fraglich.

ARD Retro: Zeitreise in der Mediathek

ARD-Zuschauer können ab 27. Oktober auf Zeitreise gehen. Denn dann startet in der Mediathek des Ersten "ARD Retro", ein neues Angebot mit Tausenden von historischen Fernsehvideos aus der Zeit vor 1966. Die Filme, die bisher gar nicht oder nur sehr verstreut zu finden waren, sind zeitlich unbegrenzt verfügbar, lassen sich verlinken und künftig wie bei YouTube auch in eigene Webseiten einbinden. Die Inhalte stammen überwiegend von den regionalen ARD-Sendern wie BR, HR, WDR oder NDR. Einblicke in die Nachrichten- und Magazinbeiträge des DDR-Fernsehens gibt zudem das "Retro Spezial DDR" mit Beständen des Deutschen Rundfunkarchivs.

"Bei ARD Retro gibt es ein Wiedersehen mit der früheren Prominenz aus Politik, Kultur und Gesellschaft: Hier trifft man Helmut Schmidt, Konrad Adenauer, Hildegard Knef, Peter Alexander, Heinrich Böll, Günter Grass und viele andere in Interviews und Porträts ihrer Zeit", so der ARD-Vorsitzende Tom Buhrow. Neben den ARD-Retro-Köpfen gibt es weitere Themenrubriken, die nach und nach ausgebaut werden. Dazu zählen neben Sport unter anderem die Veränderung des Frauenbilds seit den 60er Jahren, die Entwicklung von Deutschlands Metropolen sowie Clips über das Amerika-Bild der 50er- und 60er-Jahre. Aus rechtlichen Gründen werden zunächst Videos zugänglich gemacht, die bis 31. Dezember 1965 entstanden sind.

Von Helmut Schmidt bis Romy Schneider: Die ARD wirft die Zeitmaschine an.

Von Helmut Schmidt bis Romy Schneider: Die ARD wirft die Zeitmaschine an.

Apple: Ex-Designer Jonathan Ive berät jetzt Airbnb

Seine schmeichelnde Stimme kennt jeder Apple-Fan aus zahlreichen Produktvideos. Und seine Entwürfe kennt die ganze Welt: Sir Jonathan Paul "Jony" Ive hat iMac, iPod und iPhone designt. Der Engländer gilt schon jetzt, mit 53, als lebende Legende. In den letzten Jahren litt sein Ruf allerdings darunter, dass er vor allem Apples Mac-Computer so manisch abgespeckt und immer dünner gestaltet hat, bis sie am Ende mit defektanfälligen Klapper-Tastaturen für jede Menge Ärger gesorgt haben. Apple hat mittlerweile viele dieser Auswüchse korrigiert. 2019 machte sich Sir Jony bei Apple dünne, und gründete seine eigene Designagentur LoveFrom.

Für sein neues Unternehmen hat Ive nun mit Airbnb einen prominenten Großkunden an Land gezogen. Wie Brian Chesky, CEO des kriselnden Reiseanbieters, am Mittwoch bekannt gab, ist der iPhone-Schöpfer ab sofort bei Airbnb als "kreativer Berater" an Bord. Ive soll sich laut Chesky in einem mehrjährigen Projekt "um die Entwicklung der nächsten Generation von Airbnb-Produkten und -Dienstleistungen" kümmern. Dabei geht es, so iMore, unter anderem um die Website, um Marketingkampagnen und um das Logo von Airbnb – an dessen letzter Überarbeitung 2014 der mit Chesky befreundete Ive bereits beteiligt war. Airbnbs bisheriger Designchef Alex Schleifer ist von der Berufung überschaubar begeistert, er soll künftig allenfalls noch in Teilzeit für das Unternehmen arbeiten.

Ive got a new Job! Apples ehemaliger Star-Designer ist jetzt in der Reisebranche.

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Schrumpf-Shooter: Fortnite jetzt 60 GB kleiner

Video- und Computerspiele wurden in den letzten Jahren immer größer und schluckten immer gewaltigere Datenmengen. Speicherfresser Nummer 1 war zuletzt der Actionhit "Call of Duty: Modern Warfare", der sich mit über 200 GB auf einem PC breitmacht. Die teuren und relativ kleinen SSD-Chips moderner Rechner können solche Datenmengen kaum mehr bewältigen. Und weil auch PlayStation 5 und Xbox Series X künftig auf SSD-Speicher setzen, wird das Größenproblem nur noch größer. So kommt die PS5 standardmäßig mit 825 GB Platz. Bei vier Spielen à la „Call of Duty: Modern Warfare“ wäre also bereits Schluss.

Mit Epic Games reagiert nun der erste Spielehersteller – und dreht die Entwicklung um. Sein Erfolgsspiel "Fortnite Battle Royale" hatte sich auf dem PC mittlerweile auch auf epische 90 GB aufgebläht. Durch diverse "Optimierungen", so Epic in einem Tweet, haben die Entwickler die Datenmenge nun auf ein Drittel und damit auf nur mehr rund 30 GB reduziert. Ganz ohne Riesen-Downloads geht es bei "Fortnite" aber noch nicht: Der Patch zum Schrumpfen des Spiels ist satte 27 GB groß. Apple-Nutzer sind nicht betroffen. Denn wegen des Krachs mit Epic läuft "Fortnite Battle Royale", das gestern mit dem Halloween-Special "Fortnitemares" startete, auf ihren Geräten gar nicht mehr – und braucht damit exakt 0 GB Platz.

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Autor: Jörg Heinrich

ist Autor bei W&V. Der freie Journalist aus München betreut unter anderem die Morgen-Kolumne „TechTäglich“. Er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass Internet und Social Media künftig funktionieren, ohne die Nutzer auszuhorchen. Zur Entspannung fährt er französische Oldtimer und schaut alte Folgen der ZDF-Hitparade mit Dieter Thomas Heck.