Podcast: ja oder nein?

So sehr man sich also eine Quintessenz aller Studien zu Podcasts erhofft, die unsere Eingangsfrage mittels harter Fakten ergo dichter Datenlage und überzeugenden Zahlen beantworten könnte: Fehlanzeige. Keine Chance! Äpfel und Birnen lassen sich leider, leider nicht vergleichen. Eines eint die Studien zum Thema Podcast: Sie alle sind sehr gut aufgesetzt und werden dem Format auf ihre Weise gerecht. Doch sie sind eben alle leider zu "jung", die Daten noch zu frisch, um daraus deutliche Tendenzen abzuleiten. Ich hoffe auf eine baldige Neuerhebung jeder Einzelnen. Es bleibt also spannend!

Was aber bedeutet die heutige Datenlage für Unternehmen und die Gretchenfrage: Podcast - ja oder nein? Auf Corporate Ebene ist und bleibt eine Entscheidung für oder gegen eine Budgetverschiebung zugunsten von Podcasts eine Herausforderung. Schließlich wird ein Corporate-Podcast nicht nebenbei und für lau umgesetzt – wenn er erfolgreich sein soll.Sind (Corporate) Podcasts als Content-Format also überbewertet oder nicht? Meine Antwort: Ja, wenn man sich von den eingangs gesprochenen Erfolgsmeldungen blenden lässt. Nein, wenn Corporate Podcasts - wie jede Maßnahme der Kommunikation - mit Sinn, Verstand und der richtigen Strategie angegangen wird. Dann bin ich davon überzeugt: Podcasts sind keinesfalls überbewertet. Im Gegenteil! Sie eignen sich hervorragend dazu, den Kommunikationsmix sinnvoll zu ergänzen, den gerade erst beginnenden Audio-Trend mitzugestalten und auf diese Weise zu lernen, wie Audio und auditiver Content funktionieren. Denn langfristig wird dieser fest zum Repertoire gehören (müssen).


Autor:

Stephan Schreyer

Stephan Schreyer berät Unternehmen zum Thema Audio & Podcast. Für den Audioapostel sind Strategie und Konzept das Maß aller Dinge.