Als einer der Haupt-Werbekunden ist nach wie vor die Brauerei Krombacher, seit 2007 dabei, mit von der Partie. Andreas Nassauer, Leiter Media Management bei Krombacher, sieht gerade angesichts der zunehmenden Aufsplitterung der Sportrechte auf verschiedene Anbieter bei der "Sportschau" den Vorteil der übergreifenden Berichterstattung – sie sei nach wie vor das "Lagerfeuer".

Mehr inkrementelle Reichweite

Für Krombacher sei das im Mediamix eine wichtige und "sehr planbare" Konstante. Und zwar auch Audio: Radio sei im Mix ein "wunderbarer Ergänzungsbaustein": Er liefere inkrementelle Reichweite und sei vor allem auch im Abverkauf am PoS zielführend. Radio bietet hier auch noch eine weitere Option: Die letzte halbe Stunde der Konferenzberichterstattung wird live ausgestrahlt; Werbeplätze sind davor und danach buchbar – das bedeute für den Kunden eine "maximale Nähe" zum Geschehen, so Christian Scholz.

Immerhin acht Millionen Hörer:innen aus allen Alters- und Einkommensschichten seien bei "Liga live" mit dabei, berichtet Scholz. Die Spot-Erinnerung liege hier im Schnitt bei 60 Prozent. Die drei Top-Kategorien unter den Werbekunden hätten demnach auch eine um 54 Prozent höhere Werbeerinnerung als in einem regulären Umfeld.

Corona und die jungen Zielgruppen

Im TV erzielt die "Sportschau" eine durchschnittliche Reichweite von fünf Millionen – auch dank eines Effekts der Pandemie: Hier habe es unter anderem einen Zuschauerzuwachs in der Zielgruppe der jungen Männer zwischen 14 und 29 Jahren von rund 20 Prozent gegeben.

 Parallel dazu habe sich die Werbeerinnerung um 49 Prozent erhöht. Esser führt dies unter anderem auch auf den "Imagetransfer" der Marke "Sportschau" zurück – und auf die "Werbeblockdramaturgie", die sieben verschiedene Sonderformate ermöglicht.


Manuela Pauker
Autor: Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde