RT steht im Westen immer wieder als Propagandainstrument des Kremls in der Kritik. Zentraler Vorwurf ist, dass der Sender im Auftrag des russischen Staates Verschwörungserzählungen und Desinformationen verbreite. RT weist das zurück. Der Sender hat mehrere fremdsprachige Programme im Portfolio. 

RT bei Magenta Österreich gestrichen

Der österreichische Ableger der Deutschen Telekom nahm RT bereits aus dem Programm. "Die Verbreitung des Senders RT "Russia Today" wird auf allen Magenta TV Plattformen bis auf weiteres ausgesetzt", gab die Magenta Telekom am Sonntag in Wien bekannt. Medienministerin Susanne Raab begrüßte die Entscheidung. "RT verbreitet russische Kriegspropaganda in Europa und auch in Österreich", sagte die Politikerin der konservativen ÖVP. 

Der englischsprachige Nachrichtenkanal von RT war bis Sonntag Teil des Angebots von Magenta, einem der größten Anbieter von Kabel-TV in Österreich. Obwohl Magenta eine neutrale Plattform sei, habe man sich letztlich doch zu dem Schritt entschieden, hieß es aus Unternehmenskreisen gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Es habe dazu auch Gespräche mit der Regierung gegeben, politischer Druck sei aber nicht ausgeübt worden. 

Die deutschen Medienregulierer hatten RT zuletzt ein Sendeverbot für das deutschsprachige TV-Programm erteilt. Sie nannten als Grund das Fehlen einer Rundfunklizenz für Deutschland. RT DE hatte sein deutschsprachiges Programm Mitte Dezember über mehrere Verbreitungswege gestartet. In Deutschland benötigt man für bundesweite TV-Programme eine Rundfunklizenz. (dpa/st)


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