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Nach Enthaltsamkeitsvorstoß :
Sextoy-Firma fordert zum Onanieren gegen die AfD auf

Ein AfD-Politiker findet: Masturbation sollte, "generell eingestellt werden", weil sie ungesund sei. Die Sextoy-Firma Arcwave sieht das anders und startet die Kampagne "Onanieren gegen die AfD."   

Text: Maximilian Flaig

26. Februar 2021

Masturbation soll laut Arcwave unter anderem gegen Müdigkeit helfen.
Masturbation soll laut Arcwave unter anderem gegen Müdigkeit helfen.

Foto: Youtube/Arcwave

Masturbation schadet den Herren der Schöpfung. Mit dieser These schaffte es Thomas Deutscher in die bundesweiten Schlagzeilen. Deutscher ist Vorsitzender der AfD-Nachwuchgsorganisation Junge Alternative in Bayern, heißt wirklich so und macht sich offenbar Sorgen um masturbierende Männer. Selbstbefriedigung habe heutzutage "Ausmaße angenommen, die weit über die natürlichen Bedürfnisse hinausgehen", zitiert die SZ ein Facebook-Posting des Jungpolitikers. Woher dieser seine Informationen bezieht, ist bislang unklar.

Deutscher empfiehlt seinen Geschlechtsgenossen, Masturbation "generell einzustellen", da sie einen der "schöpferischen Energie, vieler Nährstoffe und männlichen Kraft" beraube. Um seiner Forderung Nachdruck zu verleihen, habe Deutscher laut SZ eine Karikatur gepostet, die sowohl Masturbierende als Enthaltsame zeigt. "Erstere ausgezehrt, buckelig und dümmlich dreinblickend, Letztere stolz, stattlich und gesund", beschreibt die Zeitung die Illustration.

Ein Hersteller von Sextoys für Männer hat die Steilvorlage inzwischen verwandelt. Die Firma Arcwave, die zur Berliner WOW Tech Group gehört, reagierte mit einem Werbespot auf den bizarren Enthaltsamkeitsvorstoß der AfD.

Das Video hebt die Vorzüge des Handanlegens hervor und erklärt in diesem Kontext sehr anschaulich, warum "die Herren von der AfD so schlecht gelaunt sind und abgeschlagen wirken — ja, sogar aggressiv gegenüber ihren Mitmenschen erscheinen." Richtig, Gauland, Höcke und Co fehlt einfach der Schlüssel zur Selbstliebe: Masturbation!

Sehen Sie hier den Spot: 


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Autor: Maximilian Flaig

Maximilian Flaig studierte Amerikanistik in München, volontierte bei W&V und schrieb währenddessen auch für die Süddeutsche Zeitung. Der gebürtige Kölner verantwortet die Themenbereiche Performance & Analytics, KI & Tech sowie SEO und hat ein besonderes Faible für Sportmarketing. 


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