Die neue Google-KI ist kein Küchenroboter

„Das digitale Werbegeschäft verändert sich ständig – und damit auch die Aufgaben, die Agenturen für ihre Kunden wahrnehmen“, sagt Frank Rauchfuß, CEO der Performance-Marketing-Agentur IntelliAd ­Media. Agenturen würden in Zukunft weiterhin gebraucht: für Beratung, Benchmarking, Optimierung und die kanal- und anbieterübergreifende Steuerung der Werbung. Außerdem muss Google erst einmal den Beweis antreten, dass ­seine Algorithmen wirklich besser sind als erfahrene Analysten und Online-Marketing-Experten. Gero Weber, Online-Marketing-Strategist bei ­I-Crossing, ist sich da gar nicht so sicher: „Mit vielen Jahren Erfahrung haben wir schon so manchen Bug entdeckt, der auch geschulten Amateuren nur schwer aufgefallen wäre.“

„Die Google-KI ist ein raffiniertes Werkzeug“, findet René Lamsfuß, Sprecher des Fachkreises ­Online-Mediaagenturen (Foma) im BVDW. „Aber sie ist weder ein Sternekoch noch ein Küchenroboter, der das perfekte Essen zaubern kann.“ Die Maschine müsse vielmehr bedient und befüllt werden. Kreative neue Rezepte könne sie nicht erfinden, sagt der Foma-Sprecher, der für Publicis Media tätig ist. Auch in Zukunft ist also weiterhin der Input entscheidend.


Markus Weber, Redakteur W&V
Autor: Markus Weber

ist seit 20 Jahren Mitglied der W&V-Redaktion. Als Nachrichtenchef ist er für die aktuellen Themen auf wuv.de zuständig. Darüber hinaus ist er innerhalb der Redaktion der Themenverantwortliche für "CRM & Data". Aufgewachsen ist Markus auf einem Bauernhof im Württembergischen Allgäu. Mit fünf Geschwistern.