Diese Trends unterscheiden sich in der Art und Weise, wie sie ihre jeweiligen Branchen auf den Kopf stellen, doch sie basieren auf einem gemeinsamen und wachsenden Bedürfnis, dass die Welt um uns herum uns besser mit Informationen versorgen sollte, wenn wir sie brauchen. Wenn sich eine Person in einem öffentlichen Raum aufhält, was passiert dann in der Nähe, das sie interessieren könnte, und wie kann sie sich darüber informieren?

Die gängige Lösung, die wir bei Unternehmen aus dem Einzelhandel und der Mobilitätsbranche beobachten, ist die durchdachte Bereitstellung digitaler Out-of-Home-Medien, die für den Ort, an dem sie bereitgestellt werden, relevant sind. Wir haben hier eine ideale Kombination. Die größte Stärke des digitalen Out-of-Home ist die Tatsache, dass es ein Teil der Umgebung wird, in der es sich befindet, und daher ein hohes Vertrauen bei den Betrachtern genießt. Dies erhöht die potenzielle Wirkung von OOH und macht es zum perfekten Medium für die Vermittlung kontextbezogener Inhalte an alle Menschen in der Umgebung.

Wenn es richtig eingesetzt wird, ist ein digitales Display in einem Geschäft nicht nur hübsch anzusehen, sondern möglicherweise die beste Möglichkeit für ein Unternehmen, proaktiv die besten Sonderangebote, die interessantesten Neuzugänge oder auch nur andere Informationen zu verbreiten, die zum Kauf anregen könnten. Wenn ich in der Auslage im Supermarkt ein lecker aussehendes Rezept für Guacamole sehe, könnte mich das animieren, eine Tüte Avocados zu kaufen.

Abstecher ins Kaufhaus, während das Auto lädt

Ebenso kann ein Display, das an einem Ladegerät für Elektrofahrzeuge angebracht ist, die Menschen dazu bewegen, etwas zu tun, was sie sonst vielleicht nicht tun würden. Wenn eine Ladesäule feststellt, dass die Batterie eines Fahrzeugs ziemlich leer ist, warum sollte dann nicht eine Anzeige den Fahrer auffordern, eine Tasse Kaffee im nahe gelegenen Café zu trinken oder sich ein paar Minuten Zeit zu nehmen, um im Einkaufszentrum eine Kleinigkeit zu kaufen?

Das Spannende daran ist, dass sich diese neuen Entwicklungen im Einzelhandel und in der Mobilität auf eine sehr überzeugende Weise überschneiden. Das liegt daran, dass Ladesäulen für Elektrofahrzeuge oft auf Parkplätzen installiert werden, die an Einrichtungen angeschlossen sind, in denen Menschen ihr Geld ausgeben, wie Einkaufszentren, Restaurants, Multiplex-Kinos – die Liste ist lang.

Dies kann zu einem verstärkenden Effekt führen, der es ermöglicht, dass kontextrelevante Nachrichten einen größeren Teil des Kaufprozesses einer Person abdecken. Ab dem Zeitpunkt, an dem sie ihr Auto an die Ladesäule anschließen – oder einfach nur am Display einer Ladesäule vorbeifahren oder -gehen – können einer Person die für sie relevanten Informationen in ihrem aktuellen Kontext präsentiert werden. Auf einem Bildschirm im Außenbereich können sie etwas über ein Angebot erfahren, das sie im Geschäft nebenan nicht verpassen sollten, und die Bildschirme im Inneren des Geschäfts verstärken die Botschaft, wenn sie sich dem Kaufabschluss nähern. Sie können dem Käufer auch einige zusätzliche Artikel zeigen, die er vielleicht für ihn infrage kommen.

Wenn sich diese Konzepte durchsetzen, werden wir eine Welt vorfinden, die uns besser dabei hilft, die Dinge zu finden, die uns am meisten am Herzen liegen – ohne dass wir zusätzliche Arbeit oder Nachforschungen anstellen müssen. Wir können uns besser vernetzen und uns über Möglichkeiten informieren, die wir vielleicht noch nicht kannten. Auf der geschäftlichen Seite gibt es eine große Nachfrage nach Werbemöglichkeiten auf Displays in Geschäften und an EV-Ladestationen, sodass das Projekt der Einführung dieser intelligenten Displays nicht nur lukrativ, sondern auch nützlich ist.

Für Unternehmen, die heute in diesen Bereichen tätig sind, ist es wichtig zu wissen, dass es sich nicht um ferne Ideen handelt, die eines Tages Wirklichkeit werden könnten. Dies sind erfolgreiche Strategien, die führende Unternehmen in den Bereichen Einzelhandel und Mobilität schon heute einsetzen.


Jan Reiners

Jan Reiners

Zum Autor: Jan Reiners ist seit fast zwei Jahren als Account Executive bei Broadsign tätig, seit mehr als sechs Jahren bewegt er sich in der Medienbranche. Bei Broadsign verantwortet er den weiteren Ausbau der Märkte DACH und Nordics, betreut und berät Kunden, die sowohl klassische als auch digitale Werbeträger haben. Unter den Kunden und Partnern finden sich so unterschiedliche Standorte wie Roadside, Einkaufscenter, Street Furniture, Flughäfen, EV Charging, Retail, Transit.

Broadsign hat seinen Hauptsitz in Kanada, expandiert aber weltweit und bespielt über 1 Million Anzeigetafeln in Flughäfen, Einkaufszentren, Kliniken, Verkehrssystemen. Broadsign vermittelt zwischen Medieninhabern, Agenturen und Marken. Inzwischen betreibt Broadsign auch eine Niederlassung in Deutschland und arbeitet mit einer Reihe von führenden Unternehmen in der deutschen Außenwerbung zusammen, darunter Ströer.


Autor: W&V Gastautor

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