5G macht AR und VR mobil

Der schwedische Netzausrüster Ericsson glaubt, dass die neue Mobilfunktechnologie 5G den Durchbruch für Virtual und Augmented Reality im Einzelhandel bringen wird. Denn nur durch die schnelle Übertragungstechnik sei es möglich, zu verhindern, dass den Menschen im abgeschirmten VR-Raum übel werde. Über ein Drittel der Befragten in Deutschland erwartet, dass 5G den mobilen Einsatz von AR und VR erlauben wird. Der neue Mobilfunk-Standard mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von 10.000 MBit/s (!) soll ab 2020 im Massenmarkt eingeführt werden.

Roboter als Einkaufsberater? Ja, bitte

Wenn es um Zukunft geht, denken viele Menschen, besonders die mit Science-Fiction-Filmen und -Büchern sozialisierten, zuallererst an Roboter: Das ist jemand, der einem unangenehme Alltagstätigkeiten abnimmt. Vom einsatzfähigen Haushaltsroboter sind wir zwar immer noch weit entfernt, doch im Einzelhandel finden bereits erste Tests mit humanoiden Computern statt: Paul ist bei Saturn in Ingolstadt im Einsatz, Pepper bei Edeka in Fürth. Im Rahmen einer Promotion für die Uni Erlangen-Nürnberg, die von der Unternehmensberatung Elaboratum unterstützt wurde, stellte sich heraus, dass besonders Frauen positiv auf Roboter im Handel reagieren, besonders, wenn sie in Elektronikfachmärkten wie Saturn im Einsatz sind. Durchaus eine Möglichkeit, um die Zahl weiblicher Kunden zu erhöhen: Roboter senken deren Hemmschwelle, diese Tempel der Technik zu betreten. Dazu können Roboter Giveaways anbieten, sie halten den Online-Katalog bereit und animieren Kunden dazu, kritisch zu sein - etwas, das diese gegenüber menschlichen Beratern eher nicht sind. Noch kostet ein einzelner dieser Roboter allerdings so viel wie ein Auto der Mittelklasse. Und: Das Naheliegendste, Kunden zum gesuchten Produkt zu führen, beherrschen die Automaten derzeit nicht, weil der Einarbeitungsprozess noch viel zu zeitaufwendig wäre. Dennoch sagten bei den Uni-Umfragen vier von fünf Besuchern der Märkte, dass sie viel Spaß im Umgang mit den Robotern hatten. Innovative Einkaufserlebnisse, wir kommen!

Nicht vorrätig? Gibt's nicht 

Drei leichter zu realisierende Punkte würden allerdings schon reichen, hat die Shopping-App-Holding Bonial (kaufDa, MeinProspekt) in einer Studie mit dem HDE und der Hochschule Niederrhein herausgefunden. 2000 Verbraucher in Deutschland wurden zu ihrem Einkaufs- und Smartphone-Verhalten befragt. Nachholbedarf für den Handel gibt es demnach en masse: 45 Prozent der Befragten wollen alles, was die Innenstadt an Einkaufsmöglichkeiten bietet, übersichtlich im Netz präsentiert bekommen. 52 Prozent möchten sich stationär nicht vorhandene Produkte kostenlos nach Hause schicken lassen und ebenso viele wollen online sehen können, ob das gesuchte Produkt bei einem bestimmten Händler stationär auch verfügbar ist.

Eins wird aus den vielen Studien klar: Im Kopf des Verbrauchers sind Online und Offline längst eine einzige Welt. Auf Differenzen zwischen beiden reagiert er ungehalten. 


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Autor: W&V Redaktion

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