Apple verweist auf zahlreiche Beispiele für App Stores von Drittanbietern, die mit Malware infizierte Apps enthalten würden. So spioniere die Android-Software Nutzerdaten aus. Alle Beispiele zeigten "massive Android-Sicherheitslücken nach Sideloading".

Reuters zitiert weiter aus Apples Schreiben an die Justizbehörden:

"Im Android-Ökosystem, in dem es 50 Mal mehr Malware gibt als unter iOS , stellte Nokia fest, dass die Tatsache, dass Android-Anwendungen von fast überall heruntergeladen werden können, immer noch ein großes Problem darstellt, da viele der Anwendungen zwar funktionieren, aber trojanisiert sind.

Im Bedrohungsbericht von Nokia für das Jahr 2021 machten Android-Geräte 50,31 % aller infizierten Geräte aus, gefolgt von Windows-Geräten mit 23,1 % und macOS-Geräten mit 9,2 %. iOS-Geräte machten einen so geringen Prozentsatz aus, dass sie nicht einmal gesondert aufgeführt wurden, sondern unter 'Sonstige' fielen."

Apple über die Motivation, Prüfverfahren eingeführt zu haben, auf Anti-Tracking und starken Datenschutz zu setzen:

"Wir betrachten dies als einen Erfolg beim Schutz unserer Nutzer. Nichts davon wäre mit App Stores von Drittanbietern möglich."

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Autor: Michael Gronau

ist Autor bei W&V. Der studierte Germanist interessiert sich besonders für die großen Tech-Firmen Apple, Google, Amazon, Samsung und Facebook. Er reist oft in die USA, nimmt regelmäßig an Keynotes und Events teil, beobachtet aber auch täglich die Berliner Start-up-Szene und ist unser Gadget- und App-Spezialist. Zur Entspannung hört er Musik von Steely Dan und schaut Fußballspiele seines Heimatvereins Wuppertaler SV.