Aber ist EA für Apple wirklich attraktiv? Einerseits hat das kalifornische Unternehmen mit seinem Abo-Spieledienst Apple Arcade einen Standbein im Gaming-Business. Und plant ein VR/AR-Headset, bei dem VR-Games ein zentraler Bestandteil sein könnten. Andererseits tätigt gerade Apple in der Regel eher Investments in kleinere, zukunftsträchtige Technologiefirmen. Große Akquisitionen sind selten. Zuletzt hatte Apple 2014 richtig Geld für einen Zukauf auf den Tisch gelegt: Beats war den Apple-Bossen 3 Milliarden US-Dollar wert.

EA hat weiter Potenzial, kein Zweifel. Aber der Konkurrenzdruck ist auch hoch. Zuletzt hatten Mitbewerber mehrere große Spiele-Publisher übernommen: Sony verleibte sich das Studio Bungie für 3,6 Milliarden Dollar ein, Take-Two übernahm Zynga für 12,7 Milliarden Dollar und Microsoft sicherte sich Activision Blizzard für 68,7 Milliarden Dollar. 


Autor: Michael Gronau

ist Autor bei W&V. Der studierte Germanist interessiert sich besonders für die großen Tech-Firmen Apple, Google, Amazon, Samsung und Facebook. Er reist oft in die USA, nimmt regelmäßig an Keynotes und Events teil, beobachtet aber auch täglich die Berliner Start-up-Szene und ist unser Gadget- und App-Spezialist. Zur Entspannung hört er Musik von Steely Dan und schaut Fußballspiele seines Heimatvereins Wuppertaler SV.