Auch in den übrigen Möbelhäusern hat es nach Einschätzung des Handelsverbands Möbel und Küchen (BVDM) kräftige Preissprünge gegeben. Die Möbelfabriken hätten ihre Abgabepreise auf breiter Front zwischen 20 und 30 Prozent erhöht, sagte BVDM-Präsident Markus Meyer der Deutschen Presse-Agentur. Bei industriellen Polsterschäumen und Holz sei es zu Engpässen gekommen. Hier stehe die Möbelindustrie in direkter Konkurrenz zu Pelletherstellern.

Zudem fehlten die Importe aus Russland und Belarus, was die Preise für Holz europäischer Herkunft stark nach oben getrieben habe.

Nach Verbandsschätzung hat der deutsche Möbelhandel im Jahr 2022 nominal einen hohen einstelligen Umsatzverlust erlitten, weil bei den Kunden große Unsicherheit über die künftigen Belastungen durch die Energiepreise geherrscht habe. «Unsicherheit ist für uns das Schlimmste», sagte Meyer. Nachholeffekte wie im Corona-Jahr 2021 habe es nicht gegeben. Erst seit November habe sich die Nachfrage wieder etwas stabilisiert, aber längst noch nicht das Niveau aus der Zeit vor dem Ukraine-Krieg erreicht.

Das Statistische Bundesamt weist in seinem Inflationswarenkorb für die Gruppe Möbel, Leuchten, Geräte und Haushaltszubehör im Jahr 2022 eine Steigerung von 7,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr aus.

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