Nur Ferrari ist profitabler

Trotz dieser Belastungen verdient der Konzern immer besser. Nach Berechnungen von Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer ist Tesla mittlerweile der weltweit profitabelste Autobauer nach dem Luxus-Hersteller Ferrari. Im ersten Quartal habe Musks Unternehmen eine Gewinnspanne von 19,2 Prozent erzielt - das sei die höchste Marge bei Autobauern, die mehr als 15 000 Fahrzeuge verkaufen. "Mit den neuen Werken in Austin und Berlin sowie der hohen Profitabilität dominiert Tesla den Automarkt von morgen", meint Dudenhöffer. 
 
Als lukratives Geschäft erwies sich für das Unternehmen zudem abermals der Handel mit Verschmutzungsrechten, die andere Autobauer benötigen, um ihre Emissionsbilanz aufzubessern. Im Auftaktquartal setzte Tesla damit 679 Millionen Dollar um - mehr als doppelt so viel wie im vorherigen Vierteljahr. Teslas Bitcoin-Bestand blieb unverändert und wurde zuletzt mit einem Wert von 1,26 Milliarden Dollar bilanziert. Tesla hatte vergangenes Jahr 1,5 Milliarden Dollar in Bitcoins investiert, dann aber wieder einen Teil davon verkauft.
Beim Analysten-Call wurde Musk auch zu seinen jüngst bei der Werkseröffnung in Austin vorgestellten Plänen zur Entwicklung eines futuristisch aussehenden "Robotaxis" befragt. Der Tesla-Chef stellte eine Produktpräsentation im kommenden Jahr in Aussicht, 2024 könne die Serienfertigung beginnen. Das "Robotaxi" werde für Tesla ein "massiver Wachstumstreiber2. Viele Details des Modells bleiben aber offen. In der Vergangenheit hatte Musk in Aussicht gestellt, dass Tesla-Besitzer ihre Autos als autonome Taxis anderen zur Verfügung stellen könnten, wenn sie diese gerade nicht selbst nutzten. Von ihm genannte Termine für ein solches "Tesla Network" verstrichen aber. (dpa/st)


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Autor: W&V Redaktion

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