Das Umfeld wird zunehmend schwieriger

Jedoch spielt auch das schwieriger werdende Umfeld eine Rolle. So belasteten eine sich eintrübende Konsumstimmung und die steigende Inflation. Dabei habe es auch Veränderungen im Verbraucherverhalten gegeben, so Zalando. So hätten sich Kunden entweder für Waren aus dem hochpreisigen Sortiment entschieden oder seien vom mittleren Preissegment zu günstigeren Einstiegsprodukten gewechselt. Störungen in der Lieferkette hätten sich ebenfalls ausgewirkt. Hinzu kamen höhere Werbungskosten, um Kunden an sich zu ziehen. Um die Ergebnisse zu verbessern, will Zalando den Einkauf optimieren, um sich an das geänderte Konsumverhalten anzupassen, erklärte Co-Chef Robert Gentz. Die höheren Kosten sollen etwa an die Partner weitergegeben werden, die von Zalando Logistikdienstleistungen in Anspruch nehmen. 

Zalando bestätigt Prognose für 2022

Die Prognose für das laufende Jahr bestätigte Zalando, allerdings. dürfte nur das untere Ende der Zielspanne erreicht werden. Diese sieht für 2022 einen Anstieg beim Bruttowarenvolumen (GMV) um 16 bis 23 Prozent auf 16,6 bis 17,6 Milliarden Euro vor. Der Umsatz soll um 12 bis 19 Prozent auf 11,6 bis 12,3 Milliarden Euro zulegen. Beim Ebit erwartet das Unternehmen 430 Millionen bis 510 Millionen Euro. Dabei will Zalando weiter kräftig investieren: 400 bis 500 Millionen sollen in die Weiterentwicklung des Geschäfts fließen, bekräftigte das Unternehmen.

Dabei zeigte sich der Vorstand zuversichtlich, das Ziel von mehr als 30 Milliarden Euro Bruttowarenvolumen bis 2025 zu erreichen. (dpa/st)


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Autor: W&V Redaktion

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