Der Konzern hatte schon vor Corona 2019 ein Investitionsprogramm in dreistelliger Millionenhöhe aufgelegt, mit dem unter anderem die Digitalisierung im Geschäft mit Konsumenten vorangetrieben werden soll.

Beiersdorf ist etwa durch Hautpflegemarken wie Nivea, Eucerin und Florena sowie Pflaster (Hansaplast) bekannt. Daneben positioniert sich Beiersdorf im Premiumsegment mit der Anfang 2022 übernommenen US-Marke Chantecaille sowie der Luxusmarke La Prairie. Nach dem Vorbild anderer Marken will Warnery nun auch die Markenikone Niveau "neu erfinden". Globaler, digitaler und nachhaltiger lauten die Schlagworte, nach denen Produkteinführungen und Marketingkampagnen gesteuert werden sollen. "Wir wollen weniger, aber bessere und größere Produkteinführungen und Kampagnen umsetzen", sagte der Beiersdorf-Chef.

Nach dem deutlichen Einbruch 2020 hat Beiersdorf das Corona-Tal durchschritten und bereits 2021 mit einem Umsatzplus - auf vergleichbarer Basis - von 9,7 Prozent auf gut 7,6 Milliarden Euro das letzte Vor-Corona-Jahr um 3,2 Prozent übertroffen. Unter dem Strich sprang ein Jahresüberschuss von 655 (2020: 577) Millionen Euro dabei heraus. Für das laufende Jahr bleibt der Ausblick wegen anhaltender Unsicherheiten vorsichtig: Konzernweit wird mit einem «mittleren einstelligen» Wachstum gerechnet, wobei mit den USA und China die beiden größten Volkswirtschaften eine zentrale Rolle spielen. Vor allem die steigenden Rohstoff-, Energie- und Logistikkosten dürften den Konzern stärker belasten als zunächst in Aussicht gestellt.

Der Klebebandspezialist Tesa, der sowohl im Konsumentengeschäft als auch in der Industrie stark vertreten ist, bleibt derweil eine wesentliche Säule des Konzerns. Tesa wuchs 2021 um fast 14 Prozent auf knapp 1,5 Milliarden Euro. Größte Antreiber waren unter anderem das Elektronikgeschäft in Asien sowie die weltweite Erholung der Automobilindustrie. Beide Branchen kommen nicht ohne High-Tech-Klebelösungen aus, bei denen Tesa zu einem der weltweit wichtigsten Player zählt.