Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

82 Prozent der deutschen Unternehmen faxen weiter

Schriftstücke, die sich einfach mit der Hand unterschreiben lassen, und die mit rechtsverbindlichem Sendebericht verschickt werden – das schafft das gute alte Fax. In deutschen Unternehmen ist die Retro-Technik immer noch weit verbreitet.
© W&V

82 Prozent der deutschen Unternehmen faxen weiter

Im KI- und Cloud-Zeitalter wirkt das Telefax wie eine Kuriosität aus dem 20. Jahrhundert, die längst ins Museum gehört. Im Alltag deutscher Unternehmen sieht es aber ganz anders aus. Denn bei 82 Prozent der Firmen ist das Fax nach wie vor im Einsatz. 33 Prozent nutzen die Retro-Technik weiterhin häufig oder sehr häufig. Das hat jetzt eine Umfrage des Technikverbands Bitkom mit 505 Teilnehmern ergeben. Die Ergebnisse zeigen aber auch, dass immer mehr Firmen das Fax komplett aus ihrer Kommunikation verbannen. 2022 haben demnach 11 Prozent der Unternehmen nicht mehr gefaxt, dieses Jahr sind es schon 16 Prozent.

Hohe Nachweisbarkeit der Zustellung

Nils Britze, Bereichsleiter für digitale Geschäftsprozesse bei Bitkom, erklärt, warum das Fax nicht so fix verschwindet wie gedacht: "Angesichts des digitalen Wandels war das Fax schon lange totgesagt. Hat sich ein Kommunikationskanal aber erst einmal etabliert, dauert es in der Regel, bis er vollständig abgelöst ist – selbst wenn es mittlerweile deutlich komfortablere und sicherere Kommunikationswege gibt. Am klassischen Fax wird vor allem die hohe Nachweisbarkeit der Zustellung geschätzt."

Die Liebe zum gedruckten Sendebericht

Sprich: Der gedruckte Sendebericht mit seiner rechtssicheren Zustellung genießt immer noch mehr Vertrauen als die Mail im Gesendet-Ordner. Und ein Schriftstück einfach mit der Hand zu unterschreiben, geht oft schneller als digitale Signaturen. Experte Britze empfiehlt Fax-Nostalgikern, zumindest das digitale Faxen zu verwenden, das Server für die Datenübertragung nutzt, und das damit wesentlich sicherer ist als die traditionelle analoge Technik.

Das sind die Themen von TechTäglich am 15. Mai 2023:

Neueste Beiträge

Gastbeitrag
WuV Community Icon Wie Aufmerksamkeitsmessung die Mediaplanung wirklich verändert und wo ihre Grenzen liegen
Attention fließt zunehmend in die Planung und Aussteuerung von Kampagnen ein. Johannes Paysen, Managing Director DACH bei Seedtag, erklärt im Gastbeitrag die Anwendung und ihre Grenzen.
5 Minuten
Tiergesundheit
WuV Community Icon Wie Häppy Kattovit aus der kommunikativen Nische holen will
Die Finnern-Marke Kattovit startet ihre erste crossmediale Markenkampagne. Die Agentur Häppy verbindet in der Kommunikation gesundheitlich geprägte Spezialkost mit der Sorge von Katzenhaltern und testete die Leitidee vor dem Start.
5 Minuten
24. Aug 2026
Designkolumne
WuV Community Icon Instagram – das unsichtbare Redesign
Instagram verabschiedet sich vom vertrauten Scriptlogo und schlägt gestalterisch ein neues Kapitel auf. Doch wo zeigt sich die neue Identität überhaupt? Design-Kolumnist Norbert Möller, ECD der Peter Schmidt Group, über ein gelungenes Redesign, das fast nur auf dem Papier sichtbar scheint.
3 Minuten

Das könnte dich auch interessieren

Anzeige
Vom digitalen Schaufenster zum AI Sales Consultant: Wie KI die Website neu definiert
Warum Marken und Agenturen Websites jetzt vom Content-Kanal zum intelligenten Beratungsraum weiterentwickeln müssen.
7 Minuten
US Supreme Court Urteil
WuV Community Icon Warum KI niemals träumt: Das Urheberrecht und die Seele der Kreativität
Der Supreme Court verweigert maschinell erzeugten Bildern das Urheberrecht. Was wie eine juristische Formalie wirkt, offenbart bei genauerer Betrachtung das tiefste Geheimnis unserer Branche: Wahre Kreativität ist untrennbar mit der menschlichen Existenz und all ihren Unzulänglichkeiten verbunden.
4 Minuten
9. Mär 2026
Künstliche Intelligenz und Ethik
WuV Community Icon Wenn Empathie-Simulation zur Gefahr wird: Tech-Giganten im Visier der Justiz
Die rasante Evolution generativer Sprachmodelle offenbart zunehmend ihre gesellschaftlichen Schattenseiten. Ein profilierter US-Anwalt, der derzeit Opfer von sogenannter „KI-Psychose“ vertritt, richtet nun eine drastische Warnung an die Technologiebranche: Die intime, unregulierte Bindung zwischen vulnerablen Nutzern und Chatbots berge ein massives, bislang massiv unterschätztes Eskalationspotenzial.
3 Minuten
16. Mär 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige