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Apple-Brille: Warum sie noch längst nicht fertig ist

Immer am Vormittag die wichtigsten Meldungen des Tages – das ist TechTäglich, die Technik-Kolumne von W&V. Heute mit der Apple-Brille, die erst im Mai 2024 kommen könnte, und mit Begeisterung für den KI-Pumuckl.
© W&V

Apple-Brille: Warum sie noch längst nicht fertig ist

Vor drei Wochen hat Apple seine geheimnisumwitterte Datenbrille "Vision Pro" erstmals vorgestellt (W&V berichtete) und den Verkaufsstart in den USA für Anfang 2024 angekündigt. Doch mittlerweile ist klar, dass Apple bis dahin noch so viel Arbeit vor sich hat, dass "Anfang 2024" auch Mai 2024 bedeuten kann. Das prophezeit Bloombergs Apple-Versteher Mark Gurman, der in seinem neuesten "Power On"-Newsletter aus dem Entwickler-Nähkästchen plaudert. Demnach ist die Hardware der 3.500 Dollar teuren Vision Pro, die Apple auf der WWDC gezeigt hat, zwar so gut wie fertig. Bei der Software bleibt aber noch enorm viel zu tun. Eile ist dabei durchaus geboten. Denn die Vision Pro startet mit M2-Chip. Und Apple will den Eindruck vermeiden, dass die für 2024 erwarteten Macs mit M3-Prozessor weniger kosten als die Brille, aber technisch fortschrittlicher erscheinen.

Zweites Trageband könnte extra kosten

Demnach hat Apple bei der halbstündigen Präsentation auf der WWDC nur die Funktionen gezeigt, die schon weit fortgeschritten sind. Viele Elemente wie das Tippen mit den Fingern in der Luft, die Benutzeroberfläche oder die Portierung von iPad-Apps auf die Brille sind aber noch längst nicht fertig. Gleiches gilt für EyeSight, das die Augen des Trägers außen anzeigt, für die Einbindung von Third-Party-Apps oder für die Anpassung auf Linsen mit Sehstärke. Außerdem ist ein zweites Trageband in Planung, das mit einer Platzierung oben auf dem Kopf die Nutzung der Brille bequemer machen soll, das aber nur als kostenpflichtiges Extra erscheinen könnte.

Geheimhaltung etwas lockerer

Nachdem die Vision Pro jetzt draußen in der Welt ist, kann Apple seine Geheimhaltung etwas lockern. Bisher durften nur die wichtigsten Ingenieure und Manager die Brille zum Arbeiten und Testen mit nach Hause nehmen. Diese Vorgaben werden jetzt weniger streng gehandhabt. Und auch ausgewählte Fremdentwickler bekommen ab Juli Test-Kits zum Arbeiten mit dem neuen Brillen-Betriebssystem visionOS. Apple-intern sollen sich jetzt laut Gurman Tausende zusätzlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter darum kümmern, die Vision Pro marktreif zu bekommen. Sie arbeiten auch bereits an der zweiten Generation der Pro-Brille und an einem günstigeren Einstiegsmodell.

Das sind die Themen von TechTäglich am 26. Juni 2023:

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