Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 2 Min.

Netflix-GEZ: Plötzlich steigen die Abo-Zahlen

Netflix soll nach dem Verbot des Passwort-Teilens in den USA höhere Abo-Zuwächse als während des Corona-Streaming-Booms verzeichnet haben. Ob das stimmt, zeigen erst die offiziellen Zahlen im Juli.
© W&V

Netflix-GEZ: Plötzlich steigen die Abo-Zahlen

Es geschehen noch Zeichen und Wunder – zumindest bei Netflix. Während mehrere Länder, in denen der US-Streamer seine "Netflix-GEZ" eingeführt hat, Kündigungen und Widerstand der Kunden melden, sollen die Abo-Zahlen in den USA zuletzt deutlich gestiegen sein. Das melden zumindest die Analysten von Antenna, die auf die Verwaltung von Abo-Daten spezialisiert sind. The Verge spricht bereits von einer "schockierenden Wende bei den Netflix-Abonnements". Demnach hat Netflix in den USA in den letzten zwei Monaten im Schnitt jeden Tag 73.000 neue Kundinnen und Kunden dazu gewonnen. Das wären die höchsten Zuwächse seit viereinhalb Jahren – und sogar mehr als während des Corona-Streaming-Booms.

Passwort-Teilen kostet 7,99 Dollar extra

Am 26. und 27. Mai, kurz nach der Einführung des Sharing-Verbots, sollen es sogar jeweils rund 100.000 Neukunden pro Tag gewesen sein. Dass zumindest die US-Nutzer, die nicht mehr per Huckepack-Abo gratis bei Familie, Freunden oder Kollegen zuschauen dürfen, nun eigene Abos abschließen, käme überraschend, ist aber nicht undenkbar. Genau das hatte sich der Streamingdienst erwartet, wenn er weltweit bis zu 100 Millionen Trittbrettfahrer nach und nach vom "Schwarzsehen" ausschließt. Netto soll Netflix in den USA, wo das Passwort-Teilen jetzt 7,99 Dollar extra kostet, nach dem Start der Maßnahmen trotz vieler Kündigungen sogar Nutzerinnen und Nutzer dazugewonnen haben. Eigene und offizielle Zahlen zum zweiten Quartal verrät Netflix im Juli.

Das sind die Themen von TechTäglich am 12. Juni 2023:

Neueste Beiträge

Warenhauskrise
WuV Community Icon Galeria wieder insolvent. Warum das Warenhaus trotzdem nicht tot ist
Galeria ist zum vierten Mal seit 2020 insolvent. Doch moderne Handelskonzepte vor allem aus Asien zeigen: Große stationäre Flächen können hervorragend funktionieren, wenn sie echte Gründe für den Besuch liefern.
6 Minuten
Führungswechsel
WuV Community Icon Carsten Schwecke übernimmt MediaMarktSaturns wachsendes Werbegeschäft
MediaMarktSaturn wechselt die komplette Führung seiner Marketinggesellschaft aus. Mit Carsten Schwecke übernimmt ein Manager, der die Vermarktung von RTL, ProSiebenSat.1 und Axel Springer kennt. Seine Aufgabe reicht über klassische Werbung in Onlineshops und Märkten hinaus.
5 Minuten
1. Okt 2026
Markenarchitektur
WuV Community Icon Wie Körber aus 40 Marken eine globale Marke gemacht hat
Körber hat mehr als 40 Einzelmarken unter einer globalen Marke gebündelt. Marken- und Kommunikationschefin Henriette Viebig erklärt, wo Widerstände entstanden, was der Umbau gebracht hat und warum inzwischen auch KI-Systeme die Marke verstehen müssen.
7 Minuten

Das könnte dich auch interessieren

Interview
WuV Community Icon KiK dreht nicht mehr: So entstehen die neuen TV-Spots mit KI
KiK lässt die visuellen Inhalte seiner neuen TV-Spots vollständig mit generativer KI erstellen. Factory-COO Marc Schnitzler erklärt, welche klassischen Gewerke sich dadurch ändern und wo der Mensch unverzichtbar bleibt.
8 Minuten
US Supreme Court Urteil
WuV Community Icon Warum KI niemals träumt: Das Urheberrecht und die Seele der Kreativität
Der Supreme Court verweigert maschinell erzeugten Bildern das Urheberrecht. Was wie eine juristische Formalie wirkt, offenbart bei genauerer Betrachtung das tiefste Geheimnis unserer Branche: Wahre Kreativität ist untrennbar mit der menschlichen Existenz und all ihren Unzulänglichkeiten verbunden.
4 Minuten
9. Mär 2026
Künstliche Intelligenz und Ethik
WuV Community Icon Wenn Empathie-Simulation zur Gefahr wird: Tech-Giganten im Visier der Justiz
Die rasante Evolution generativer Sprachmodelle offenbart zunehmend ihre gesellschaftlichen Schattenseiten. Ein profilierter US-Anwalt, der derzeit Opfer von sogenannter „KI-Psychose“ vertritt, richtet nun eine drastische Warnung an die Technologiebranche: Die intime, unregulierte Bindung zwischen vulnerablen Nutzern und Chatbots berge ein massives, bislang massiv unterschätztes Eskalationspotenzial.
3 Minuten
16. Mär 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige